Einen Hyperlink erstellen kannst du in fast jedem Programm auf dieselbe Art, indem du den Text markierst, Strg+K drückst, am Mac Cmd+K, die Adresse einfügst und bestätigst. Unterschiede zeigen sich erst, wenn du auf eine Stelle im selben Dokument, auf eine E-Mail-Adresse oder direkt in HTML verlinken willst. Diese Anleitung deckt Word, Excel, Outlook, Google Docs, HTML und WordPress ab und erklärt, woran man einen guten Linktext erkennt.
Link oder Hyperlink: Was der Unterschied ist
Link und Hyperlink bezeichnen dasselbe, nämlich einen anklickbaren Verweis, der an einen anderen Ort führt. „Hyperlink“ ist der technische Begriff aus der Anfangszeit des World Wide Web, „Link“ die Kurzform, die sich im Alltag durchgesetzt hat. Microsoft verwendet in seinen Programmen beide Wörter, je nach Version heißt der Menüpunkt mal „Link“ und mal „Hyperlink“.
Jeder Hyperlink besteht aus zwei Teilen, dem Ziel, meist einer Webadresse, und dem Ankertext, also dem sichtbaren, anklickbaren Text. Auch ein Bild kann als Link dienen. Nach dem Ziel lassen sich mehrere Arten unterscheiden:
- Externer Link. Er führt auf eine andere Website.
- Interner Link. Er verweist auf eine andere Seite derselben Website.
- Sprungmarke. Sie springt zu einer bestimmten Stelle im selben Dokument oder auf derselben Seite.
- E-Mail-Link. Er öffnet eine neue Nachricht an eine vorgegebene Adresse.
- Telefon-Link. Er startet auf dem Smartphone einen Anruf.
- Datei-Link. Er öffnet ein Dokument auf dem Rechner oder im Netzwerk.
Der universelle Weg: Strg+K
Die Tastenkombination Strg+K, am Mac Cmd+K, öffnet in fast allen gängigen Programmen den Dialog zum Einfügen eines Links. Das gilt für Word, Excel, PowerPoint und Outlook genauso wie für Google Docs, LibreOffice, Gmail, den WordPress-Editor und viele Chat- und Notiz-Apps.
Der Ablauf ist überall gleich. Du markierst den Text, der zum Link werden soll, drückst die Tastenkombination, fügst die Adresse ein und bestätigst mit Enter. Hast du vorher keinen Text markiert, fragen die meisten Programme zusätzlich nach dem anzuzeigenden Text. Die Adresse kopierst du am besten aus der Adresszeile des Browsers, statt sie abzutippen, denn ein einziger vertauschter Buchstabe führt ins Leere.
In Office-Programmen geht es oft noch schneller. Tippst du eine vollständige Webadresse und drückst danach die Leertaste oder Enter, wandelt das Programm sie automatisch in einen Hyperlink um. Für Notizen ist das praktisch, in fertigen Texten wirkt eine nackte Adresse aber weniger elegant als ein sprechender Linktext.
Hyperlink erstellen in Word, Excel und PowerPoint
In Word erstellst du einen Hyperlink über das Menüband mit Einfügen > Link oder per Rechtsklick auf den markierten Text. Im Dialog wählst du auf der linken Seite, wohin der Link führen soll:
- Datei oder Webseite. Für Internetadressen und Dokumente auf dem Rechner.
- Aktuelles Dokument. Für Sprünge zu Überschriften oder Textmarken im selben Dokument. Überschriften erscheinen hier automatisch, wenn du Formatvorlagen wie „Überschrift 1“ verwendest.
- E-Mail-Adresse. Für Links, die eine neue Nachricht öffnen.
Über die Schaltfläche QuickInfo hinterlegst du einen Text, der beim Überfahren mit der Maus erscheint. Einen Link entfernst du per Rechtsklick mit „Link entfernen“, der Text bleibt dabei erhalten. Word öffnet Links standardmäßig nur mit gedrückter Strg-Taste, damit man beim Bearbeiten nicht versehentlich im Browser landet. Stört dich die automatische Umwandlung von Adressen, schaltest du sie unter Datei > Optionen > Dokumentprüfung > AutoKorrektur-Optionen im Reiter „AutoFormat während der Eingabe“ ab.
In Excel funktioniert Strg+K ebenfalls, der Link liegt dann auf der ganzen Zelle. Flexibler ist die Funktion HYPERLINK, etwa =HYPERLINK("https://www.beispiel.de";"Zur Website"). Sie spielt ihre Stärke aus, wenn Adressen aus anderen Zellen zusammengesetzt werden sollen, zum Beispiel aus einer Liste von Artikelnummern. In PowerPoint verlinkst du auf dieselbe Weise, zusätzlich lässt sich unter „Aktuelles Dokument“ eine bestimmte Folie als Ziel wählen.
Links in E-Mails: Outlook, Gmail und Apple Mail
In E-Mails erstellst du einen anklickbaren Link wie in Word, allerdings muss die Nachricht dafür im HTML-Format verfasst sein. Im reinen Textformat gibt es keine Links mit eigenem Anzeigetext, dort erscheint nur die ausgeschriebene Adresse.
- Outlook. Text markieren, Strg+K drücken oder Einfügen > Link wählen, Adresse eintragen. Prüfe beim Verfassen, ob als Format HTML eingestellt ist.
- Gmail. Text markieren und auf das Kettensymbol in der Leiste unter der Nachricht klicken oder Strg+K drücken. Im Dialog stehen der anzuzeigende Text und das Linkziel in getrennten Feldern.
- Apple Mail. Text markieren, Cmd+K drücken oder im Menü Bearbeiten > Link hinzufügen wählen.
Weil Anzeigetext und Ziel auseinanderfallen können, ist Vorsicht angebracht. Der Text nennt die Bank, das Ziel führt woandershin, und genau diese Lücke nutzen Betrüger beim Phishing. Als Empfänger fährst du vor dem Klick mit der Maus über den Link und prüfst die angezeigte Adresse. Als Absender schaffst du Vertrauen, wenn der Linktext klar sagt, wohin es geht.
Google Docs und LibreOffice
In Google Docs und LibreOffice Writer ist Strg+K ebenfalls der schnellste Weg zum Hyperlink. Google Docs schlägt beim Einfügen zusätzlich passende Dokumente aus deinem Drive vor und bietet unter „Überschriften und Lesezeichen“ Sprungziele im selben Dokument an. Bei langen Dokumenten mit Inhaltsverzeichnis spart das eine Menge Scrollen.
In LibreOffice öffnet Einfügen > Hyperlink einen umfangreicheren Dialog. Links wählst du die Art des Ziels, also Internet, E-Mail, Dokument oder neues Dokument. Unter „Dokument“ lassen sich auch Sprungmarken innerhalb der Datei auswählen.
Hyperlink erstellen in HTML
In HTML erstellst du einen Hyperlink mit dem a-Element und dem Attribut href, das das Ziel angibt. Die Grundform lautet <a href="https://www.beispiel.de">Linktext</a>. Alles zwischen dem öffnenden und dem schließenden Tag wird anklickbar. Auf dieser Grundform bauen alle Varianten auf:
- Relativer Link.
href="/kontakt"verweist auf eine Seite derselben Domain, ohne sie auszuschreiben. Das erleichtert einen späteren Umzug auf eine andere Domain. - Sprungmarke. Das Ziel bekommt eine ID, etwa
<h2 id="kosten">, der Link verweist mithref="#kosten"darauf. - E-Mail und Telefon.
href="mailto:info@beispiel.de"öffnet das Mailprogramm,href="tel:+49301234567"startet auf dem Smartphone einen Anruf. - Neuer Tab.
target="_blank"öffnet das Ziel in einem neuen Tab. Setze das sparsam ein, denn viele Nutzer möchten selbst entscheiden, wo sich ein Link öffnet. - Bild als Link. Ein img-Element zwischen den a-Tags macht das Bild anklickbar. Der alt-Text des Bildes übernimmt dann die Rolle des Linktextes.
Mit dem Attribut rel teilst du Suchmaschinen mit, wie ein Link zu verstehen ist. Google empfiehlt rel="sponsored" für bezahlte Links und rel="ugc" für Links aus Nutzerbeiträgen wie Kommentaren. Mit rel="nofollow" signalisierst du allgemein, dass du für das Ziel nicht bürgen möchtest.
Links in WordPress setzen
Im Block-Editor von WordPress setzt du einen Link, indem du Text markierst und auf das Kettensymbol in der Werkzeugleiste klickst oder Strg+K drückst. In das Feld fügst du eine Webadresse ein oder tippst den Titel eines eigenen Beitrags, WordPress schlägt dann passende Seiten der Website vor. Für interne Links gibt es keinen bequemeren Weg.
Über den Schalter In neuem Tab öffnen im Link-Dialog legst du fest, ob das Ziel in einem neuen Tab erscheint. Für Attribute wie nofollow oder sponsored bieten viele SEO-Plugins eigene Häkchen an. Ohne Plugin bearbeitest du den Block über das Menü mit den drei Punkten als HTML und ergänzt das Attribut von Hand. Für auffällige Verweise wie „Jetzt anmelden“ gibt es zudem den Button-Block.
Wer Seiten später umbenennt oder die Struktur der Website ändert, sollte an Weiterleitungen denken, sonst laufen interne und externe Links ins Leere. Worauf es dabei ankommt, beschreibt unser Ratgeber zum Website Relaunch.
Gute Linktexte: Woran es wirklich hängt
Ein guter Linktext sagt vorher, wohin der Klick führt. Das klingt selbstverständlich, trotzdem wimmelt es im Netz von Links mit „hier“, „mehr“ oder „klicken Sie hier“.
Solche Texte sind aus drei Gründen schwach. Menschen, die Seiten mit einem Screenreader nutzen, lassen sich häufig nur die Liste aller Links vorlesen, und zehnmal „hier“ hilft dann niemandem. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte verlangen deshalb, dass der Zweck eines Links aus dem Linktext oder seinem direkten Umfeld hervorgeht. Zweitens werten Suchmaschinen den Ankertext als Hinweis darauf, worum es auf der Zielseite geht. Drittens überfliegen Leser Texte und bleiben an Links hängen, ein sprechender Linktext dient ihnen als Orientierung.
Einige Regeln für die Praxis:
- Beschreibe das Ziel in wenigen Worten, etwa „Anleitung zum Router-Reset“ statt „hier“.
- Verlinke nicht ganze Sätze, sondern die entscheidenden Wörter.
- Kennzeichne Downloads, zum Beispiel „Preisliste (PDF, 2 MB)“.
- Vermeide nackte Adressen im Fließtext. Sie gehören in gedruckte Texte, nicht auf Webseiten.
- Prüfe regelmäßig, ob deine Links noch funktionieren. Tote Links ärgern Leser und lassen eine Website schnell verwahrlost wirken.
Häufige Fragen zum Hyperlink erstellen
Wie erstelle ich einen anklickbaren Link?
Markiere den Text, der anklickbar werden soll, und drücke Strg+K, am Mac Cmd+K. Im geöffneten Dialog fügst du die Zieladresse ein und bestätigst. Das funktioniert in Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Google Docs, LibreOffice, Gmail und im WordPress-Editor. In HTML schreibst du den Link mit dem a-Element und dem Attribut href.
Wie mache ich einen Link zum Anklicken in einer E-Mail?
Verfasse die Nachricht im HTML-Format, markiere den gewünschten Text und drücke Strg+K oder nutze das Kettensymbol deines Mailprogramms. Dann trägst du die Adresse ein und bestätigst. Im reinen Textformat sind keine Links mit eigenem Anzeigetext möglich, dort macht meist erst das Mailprogramm des Empfängers die ausgeschriebene Adresse anklickbar.
Was ist der Unterschied zwischen einem Link und einem Hyperlink?
Einen inhaltlichen Unterschied gibt es nicht. Hyperlink ist der ursprüngliche Fachbegriff aus der Entwicklung des World Wide Web, Link die gebräuchliche Kurzform. Beide bezeichnen einen anklickbaren Verweis auf ein anderes Dokument, eine andere Stelle oder eine Adresse. Auch Programme wie Word verwenden die Begriffe je nach Version wechselnd.
Wie kann ich einen Link in einen Hyperlink umwandeln?
In Office-Programmen reicht es meist, hinter der ausgeschriebenen Adresse die Leertaste oder Enter zu drücken, dann wird sie automatisch anklickbar. Alternativ markierst du die Adresse und drückst Strg+K. In Excel wandelst du Adressen aus Zellen mit der Funktion HYPERLINK in anklickbare Links um. Klappt die automatische Umwandlung nicht, ist sie wahrscheinlich in den AutoKorrektur-Optionen abgeschaltet.