Samstag, 7. Juni 2026

Persönlichkeiten

Anna Werner Friedmann: Mara Eisler, Theater und ihr Name

Anna Werner Friedmann spielt Kommissarin Mara Eisler in „Die Toten vom Bodensee“. Woher ihr Name kommt, ihre Theaterjahre und was sie heute dreht.

Holzbühne mit Blick auf leere rote Sitzreihen in einem Theatersaal

Foto: JIUN-JE LIN / Pexels

Seit Oktober 2025 ermittelt Anna Werner Friedmann als Mara Eisler in „Die Toten vom Bodensee“ und ist seitdem das neue Gesicht der Krimireihe. Bekannt war die Wienerin bis dahin vor allem Theatergängern in Düsseldorf und Kindern, die sonntags „Rudis Siebenstein“ schauen. Ihr Name klingt nach drei Personen, und genau das ist gewollt.

NameAnna Werner Friedmann (Künstlername)
Geboren1992 in Wien
BerufSchauspielerin
AusbildungHochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin (2016 bis 2020)
Bekannt ausDie Toten vom Bodensee (seit 2025), Rudis Siebenstein (seit 2023), WatchMe – Sex sells (2023)
WohnorteBerlin und Wien

Herkunft, Name und Ausbildung

Anna Werner Friedmann wurde 1992 in Wien geboren und sieht sich bis heute als Wienerin durch und durch, wie sie 2025 dem Magazin tv-media sagte. Ihre Eltern leben inzwischen auf dem Land in Niederösterreich, und dorthin fährt sie nach eigener Aussage, wenn sie auftanken muss.

Hinter dem Namen, unter dem sie spielt, steckt eine Familiengeschichte. Er verbindet ihren Vornamen mit dem Familiennamen ihrer Mutter und dem Vornamen ihres Vaters. Friedmann trägt sie seit dem Ende der Schauspielschule. Mit dem Werner verbeugt sie sich vor dem Vater, von dem sie nach eigenen Worten „alles, was mich zu einer Schauspielerin macht“ habe, so erklärte sie es im Oktober 2025 laut t-online. Beruf und Privatleben wollte sie auch beim Namen trennen. Wer sich über drei Namen wundert, dem hält sie Klaus Maria Brandauer entgegen, und dagegen lässt sich wenig sagen.

Geradlinig war der Weg auf die Bühne nicht. Zuerst machte sie in Österreich die Matura an einer Schule mit Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie und arbeitete danach in England und Frankreich, wie sie im September 2026 der Agentur teleschau erzählte. Erst dann kam das Schauspielstudium, von 2016 bis 2020 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

Theater in Düsseldorf und „Alma“ am Semmering

Ihre ersten Bühnenjahre verbrachte Anna Werner Friedmann am Düsseldorfer Schauspielhaus, wo sie von 2019 bis 2023 fest zum Ensemble gehörte. Schon als Studentin hatte sie 2018 am Berliner Ballhaus Ost die Lady Milford in Schillers „Kabale und Liebe“ gespielt. In Düsseldorf sah man sie etwa als Karin in Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ und als Lysistrata in „In den Gärten oder Lysistrata Teil 2“, gearbeitet hat sie dort mit Regisseuren wie David Bösch und Christina Tscharyiski.

Im Sommer 2023 spielte sie in Paulus Mankers Produktion „Alma – A Show Biz ans Ende“ im Südbahnhotel auf dem Semmering, als eine von drei Darstellerinnen der Titelfigur Alma Mahler-Werfel.

Aus dieser Produktion wurde später ein Fall für die Justiz. Ein Kollege warf ihr vor, ihn bei einer Vorstellung im August 2023 zu fest gebissen und ihm die Hose heruntergezogen zu haben. Friedmann verwies darauf, dass die Szene bewusst realistisch angelegt gewesen sei, Manker und der Kollege schilderten das anders. Anfang Dezember 2025 endete das Verfahren am Bezirksgericht Neunkirchen. Wegen des Bisses kam es zu einer Diversion mit einer Geldbuße von 2.100 Euro, was nach österreichischem Recht keine Verurteilung ist, und vom Vorwurf der sexuellen Belästigung sprach das Gericht sie frei. Vor Gericht räumte sie laut ORF ein, das Spiel sei an jenem Abend deutlich intensiver gewesen als sonst.

Vom Theater zum Fernsehen

Zum Film wechselte Anna Werner Friedmann während der Corona-Pandemie, erzählte sie teleschau. Nach der Schauspielschule sei sie dem Film gegenüber zunächst hochnäsig gewesen, gab sie 2025 im Gespräch mit tv-media zu. Heute sagt sie offen, dass Dreharbeiten besser bezahlt werden als das Theater und ihr mehr Freiheit lassen. So nüchtern hört man das von Theaterleuten selten.

Los ging es 2021 mit der Rolle der Pompeia in der BR-Serie „Servus Baby“, die sie bis 2022 spielte. 2023 kamen drei Produktionen für ZDF und ZDFneo dazu, der Fernsehfilm „Das Mädchen von früher“, die Miniserie „Der Schatten“ und „WatchMe – Sex sells“ mit ihr in der Hauptrolle der Toni. 2024 folgte ein Auftritt in „Lena Lorenz“.

Ebenfalls 2023 übernahm sie eine Rolle, mit der ganze Kindergenerationen groß geworden sind. In der ZDF-Kinderserie „Rudis Siebenstein“ spielt sie seitdem die Ladenbesitzerin Frau Siebenstein, als Nachfolgerin von Henriette Heinze, die die Figur seit 2003 in mehr als 170 Folgen verkörpert hatte. Die ersten Folgen mit ihr liefen ab dem 19. November 2023 im ZDF und bei KiKA, wenige Tage bevor die Serie ihren 35. Geburtstag feierte. Gedacht ist sie für Kinder zwischen fünf und acht Jahren, und neben Frau Siebenstein gehören Rabe Rudi und Koffer zur kleinen Familie.

Mara Eisler in „Die Toten vom Bodensee“

Anna Werner Friedmann spielt seit Oktober 2025 die Ermittlerin Mara Eisler in der ORF/ZDF-Krimireihe „Die Toten vom Bodensee“. Sie folgte auf Alina Fritsch und ermittelt an der Seite von Matthias Koeberlin, Hary Prinz gehört als Komlatschek ebenfalls zum Team. Ihr erster Film „Der Wunschbaum“ lief am 27. Oktober 2025 im ZDF.

Mara Eisler hat eine Schussverletzung am Kopf hinter sich und reagiert deshalb anders als ihre Kollegen. Im Buch war sie ursprünglich als Frau angelegt, die nach der Verletzung keine Gefühle mehr empfindet. Friedmann spielt sie anders, nämlich als jemanden, der nach der Reha Gefühle wie ein Kind neu entdeckt und von ihnen überrollt wird, erzählte sie tv-media. Das macht die Figur weniger berechenbar als die übliche Fernsehkommissarin. Mit Koeberlin und Prinz hätte es für sie nach eigener Aussage nicht besser laufen können, und ihr Wiener Schmäh helfe ihr dabei.

2026 liefen zwei weitere Filme mit ihr. „Schicksalsrad“ zeigte ORF 2 am 12. Januar, das ZDF am 13. April. In „Im Schattenreich“, das am 5. September in ORF 2 und am 7. September im ZDF lief, liegt Kommissar Micha Oberländer nach einer Verfolgungsjagd im Koma, und Mara Eisler ermittelt mit Komlatschek ohne ihn weiter.

Was macht Anna Werner Friedmann heute?

Im September 2026 dreht sich bei Anna Werner Friedmann vieles um Mara Eisler. Seit März 2026 entstanden in Bregenz und Umgebung drei neue Filme der Reihe mit den Arbeitstiteln „Der Wassergeist“, „Schützenfrau“ und „Hexenwerk“, Drehschluss sollte Mitte Juni sein. Laut ORF gerät Mara Eisler darin selbst unter Verdacht, nachdem sie mit Erinnerungslücken am Bodenseeufer aufwacht und ihr Date später tot aus dem Wasser geborgen wird. In „Hexenwerk“ hat die Südtirolerin Anna Unterberger eine Episodenrolle. Zu sehen sein sollen die drei Filme laut ORF 2027 in ORF 2.

Ihre Agentur führt sie weiterhin als Frau Siebenstein. Ganz losgelassen hat sie das Theater trotz der Fernseherfolge nicht, im September 2026 sagte sie teleschau, ihre Leidenschaft bleibe die Bühne. Sie lebt in Berlin und Wien.

Häufige Fragen zu Anna Werner Friedmann

Warum heißt Anna Werner Friedmann Werner?

Werner ist der Vorname ihres Vaters. Ihr Künstlername verbindet ihren eigenen Vornamen, den Familiennamen ihrer Mutter und den Vornamen des Vaters, so hat sie es im Oktober 2025 selbst erklärt.

Wer ist der Vater von Anna Werner Friedmann?

Öffentlich bekannt ist nur sein Vorname Werner, den sie in ihrem Künstlernamen trägt. Sie sagt, sie verdanke ihm alles, was sie zur Schauspielerin macht. Weitere Angaben zu ihren Eltern hat sie nicht öffentlich gemacht.

Wie alt ist Anna Werner Friedmann?

Anna Werner Friedmann ist Jahrgang 1992 und wurde in Wien geboren.

Wer ist die neue Kommissarin bei „Die Toten vom Bodensee“?

Seit Oktober 2025 spielt Anna Werner Friedmann die Ermittlerin Mara Eisler an der Seite von Matthias Koeberlin. Sie folgte auf Alina Fritsch, ihr erster Film war „Der Wunschbaum“.

Wo lebt Anna Werner Friedmann?

Sie lebt in Berlin und in Wien. In Berlin hat sie auch Schauspiel studiert, danach spielte sie vier Jahre am Düsseldorfer Schauspielhaus.

In welchen Serien spielt Anna Werner Friedmann mit?

Bekannt ist sie aus „Die Toten vom Bodensee“ und als Frau Siebenstein aus „Rudis Siebenstein“. Davor spielte sie in „Servus Baby“, „Der Schatten“ und in der Hauptrolle von „WatchMe – Sex sells“.

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