Im Kino wurde Paula Riemann als Melanie aus „Die Wilden Hühner“ bekannt. Die Tochter von Katja Riemann hat sich von dieser Kinderrolle inzwischen weit entfernt und arbeitet unter dem Namen Paula Romy als Regisseurin und Drehbuchautorin in London und Berlin. Wer wissen will, was aus dem Wilden Huhn geworden ist, findet die Antwort eher im Theater und auf Kurzfilmfestivals als im Fernsehprogramm.
| Name | Paula Amber Romy Riemann, als Regisseurin Paula Romy |
|---|---|
| Geboren | 3. August 1993 |
| Beruf | Regisseurin, Drehbuchautorin, Schauspielerin |
| Bekannt aus | Die Wilden Hühner (2006), Die Wilden Hühner und die Liebe (2007), Coming In (2014) |
| Eltern | Katja Riemann, Peter Sattmann |
| Größe | 1,75 m |
| Wohnorte | London und Berlin |
Herkunft und Ausbildung
Paula Riemann ist die Tochter zweier Schauspieler. Ihre Mutter ist Katja Riemann, ihr Vater war der 2025 gestorbene Peter Sattmann. Geboren wurde sie am 3. August 1993, laut Wikipedia und Wikidata in München, während das Renaissance-Theater Berlin sie als gebürtige Berlinerin vorstellt. Welche Angabe stimmt, lässt sich aus den öffentlichen Quellen nicht klären.
Vor der Kamera stand sie schon als Kind, 2004 in „Bergkristall“. Statt nach den ersten Kinoerfolgen einfach weiterzuspielen, zog sie 2010 nach London und ließ sich an der Urdang Academy zur Tänzerin ausbilden. Später studierte sie Wirtschaft an der Queen Mary University of London und danach Filmregie. Den geraden Weg vom Kinderstar zur Schauspielerin ist sie damit nicht gegangen.
Die Tanzausbildung merkt man ihrer Arbeit bis heute an. Das Renaissance-Theater beschreibt ihre Regie als Arbeit, in der das Bewegungsdesign eine zentrale Rolle spielt.
Die Melanie aus „Die Wilden Hühner“ und weitere Rollen
Bekannt wurde Paula Riemann 2006 als Melanie in „Die Wilden Hühner“, der Verfilmung der Jugendbuchreihe von Cornelia Funke. Für die Rolle bekam sie den Undine Award als beste jugendliche Komödiantin, und ein Jahr später stand sie für „Die Wilden Hühner und die Liebe“ erneut als Melanie vor der Kamera.
Im dritten Teil, „Die Wilden Hühner und das Leben“ von 2009, spielte dann Sonja Gerhardt die Melanie. Warum, erklärte ihre Filmkollegin Zsa Zsa Inci Bürkle damals der Berliner Morgenpost: Paula habe von ihrer Schule nur schwer eine Freistellung für die Dreharbeiten bekommen. Unspektakulärer kann ein Rollenwechsel kaum sein, und trotzdem wird bis heute erstaunlich oft danach gesucht.
Als junge Erwachsene spielte sie 2014 in der Komödie „Coming In“ das Model Maja. 2016 folgte „Seitenwechsel“, 2017 „Forget about Nick“, bevor sich ihr Schwerpunkt endgültig hinter die Kamera verlagerte.
Hinter der Kamera: Paula Romy
Als Regisseurin nennt sich Paula Riemann Paula Romy, vollständig heißt sie Paula Amber Romy Riemann. Ihr Kurzfilm „Ella“ von 2015 bekam eine lobende Erwähnung beim International Film Festival Manhattan, „BiNARY“ hatte 2016 beim London Independent Film Festival Premiere.
2017 inszenierte sie das Musikvideo zu „Puppet On A String“ von Jasmin Tabatabai und choreografierte es gleich mit. Beim Tanzfilm „Fly“, der 2021 erschien, stammt laut Filmportal die Idee von ihr. Dazu kommen weitere Kurzfilme wie „Skrupel“ von 2019, das Musikvideo „Bomberjacke“ von 2022 und Werbefilme. Film und Tanz trennt sie in ihrer Arbeit kaum.
DI•VI•SI•ON: das Theaterdebüt mit Katja Riemann
Ihr Theaterdebüt gab Paula Romy im Juli 2025 am Renaissance-Theater Berlin, und zwar gleich als Autorin und Regisseurin. Das Stück „DI•VI•SI•ON“ schrieb sie gemeinsam mit ihrer Mutter, Katja Riemann spielte die Hauptrolle.
Im Mittelpunkt steht die Humangenetikerin Seraphina, die ein Produkt erfindet, mit dem Frauen selbst über ihre Fortpflanzung bestimmen. Daraus spinnen Mutter und Tochter ein Gedankenexperiment darüber, was sich ändern würde, wenn Männer und Frauen biologisch gleichgestellt wären. Im Gespräch mit dem Theaterverlag S. Fischer beschreibt Paula Romy die Zusammenarbeit als gegenseitige Ergänzung, beim Schreiben ebenso wie auf den Proben.
Die Kritiken nach der Premiere fielen gemischt aus. Nachtkritik.de lobte das Stück als gut durchdachtes Gedankenexperiment, der rbb nannte die Inszenierung ein ordentliches Debüt ohne ausgeprägte eigene Handschrift, und der Tagesspiegel vermisste eine echte Vision für das Verhältnis der Geschlechter. Im Juli 2026 kam „DI•VI•SI•ON“ trotzdem noch einmal auf den Spielplan, die Vorstellung am 11. Juli kündigte das Theater als vorerst letzte an.
Was macht Paula Riemann heute?
Im September 2026 arbeitet Paula Riemann als Regisseurin und Autorin zwischen London und Berlin. So stellt sie sich auch in ihrem Instagram-Profil vor, für Film und Fernsehen vertritt sie die Agentur Adam. Mit dem Theater ist nach Kurzfilmen und Musikvideos ein weiteres Arbeitsfeld dazugekommen, und mit ihrer Mutter hat sie sich als Autorinnenduo ausprobiert. Privat ist Paula Riemann Mutter einer Tochter.
Häufige Fragen zu Paula Riemann
Wie alt ist Paula Riemann?
Paula Riemann wurde am 3. August 1993 geboren.
Wer sind die Eltern von Paula Riemann?
Ihre Eltern sind die Schauspielerin Katja Riemann und der Schauspieler Peter Sattmann, der 2025 gestorben ist.
Warum spielte Paula Riemann im dritten Teil der Wilden Hühner nicht mehr die Melanie?
Laut ihrer Filmkollegin Zsa Zsa Inci Bürkle bekam Paula Riemann von ihrer Schule nur schwer eine Freistellung für die Dreharbeiten. In „Die Wilden Hühner und das Leben“ von 2009 übernahm deshalb Sonja Gerhardt die Rolle der Melanie.
Hat Paula Riemann Kinder?
Ja, Paula Riemann ist Mutter einer Tochter.
In welchen Filmen hat Paula Riemann mitgespielt?
Als Schauspielerin war sie in „Bergkristall“ von 2004, in den ersten beiden „Wilde Hühner“-Filmen von 2006 und 2007, in „Coming In“ von 2014, in „Seitenwechsel“ von 2016 und in „Forget about Nick“ von 2017 zu sehen. Seitdem arbeitet sie vor allem als Regisseurin.
Warum nennt sich Paula Riemann Paula Romy?
Romy ist einer ihrer Vornamen, ihr voller Name lautet Paula Amber Romy Riemann. Als Regisseurin und Autorin tritt sie unter dem Namen Paula Romy auf.