Francisco Medina spielt seit 2007 den Maximilian von Altenburg in der RTL-Serie „Alles was zählt“, und kaum jemand dort ist so oft gegangen und wiedergekommen. Im Juni 2026 zählte kino.de sein zehntes Comeback. Dass der Mann hinter der Figur als Kind schon auf der Bühne des Berliner Ensembles stand und heute Seminare gibt, wissen die wenigsten Zuschauer.
| Name | Francisco Javier Medina |
|---|---|
| Geboren | 30. Januar 1977 in Rostock |
| Aufgewachsen | in Ost-Berlin und Santiago de Chile |
| Beruf | Schauspieler, Regisseur, Coach |
| Bekannt aus | Alles was zählt (seit 2007), Winnetou - Der Mythos lebt |
| Ausbildung | Hochschule für Musik und Theater Rostock (2000 bis 2004) |
| Größe | 1,85 m |
Eine Theaterfamilie im Exil
Francisco Javier Medina kam am 30. Januar 1977 in Rostock zur Welt, als Sohn chilenischer Emigranten, die vor der Pinochet-Diktatur geflohen waren. Sein Vater Carlos Medina inszenierte lange am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater Berlin, seine Mutter Teresa Polle ist Schauspielerin. Der Sohn wuchs in Ost-Berlin und in Santiago de Chile auf und spielte schon als Kind am Berliner Ensemble und in Filmen des DDR-Fernsehens.
Direkt an die Schauspielschule wollte er nach dem Abitur 1997 trotzdem nicht. Erst arbeitete er als Schauspieler in England, Italien, Polen und Chile, dabei auch im Tanz- und Straßentheater. Die Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock folgte von 2000 bis 2004, und sie lief gut: 2003 holte er beim Schauspielschultreffen in Graz den Max-Reinhardt-Preis und den Publikumspreis.
Vom Klassiker zur Regie
Auf der Bühne spielte Medina zunächst das große Fach. Karl Moor, Ferdinand und Ödipus gehörten zu seinen Rollen, am Volkstheater Rostock, an den Städtischen Bühnen Münster und bei den Bad Hersfelder Festspielen. Seit 2005 führt er auch selbst Regie, und seine Inszenierung von „Der kleine Prinz“ schaffte es 2006 in die Auswahl für das deutsche Jugendtheatertreffen in Berlin.
Das Fernsehen blieb in diesen Jahren Nebensache. Ein „Traumschiff“, zwei Folgen „Berlin, Berlin“, einmal „Die Rosenheim-Cops“. Dann kam die Soap.
Maximilian bei Alles was zählt
Bei „Alles was zählt“ spielt Medina seit Oktober 2007 den Maximilian, der anfangs noch Santiago de Castillo hieß und erst später den Namen von Altenburg trug. Die erste Phase dauerte bis 2013. Danach wurde das Kommen und Gehen zum Markenzeichen, die Rollenliste der Serie führt für ihn inzwischen zehn getrennte Abschnitte auf.
In jene ersten Jahre fällt die gemeinsame Zeit mit Anna-Katharina Fecher, die ab 2011 Melanie Wendt spielte. Ihre Figuren hatten sogar einen One-Night-Stand. Fest dabei war damals auch Igor Dolgatschew als Deniz Öztürk, mit dem Maximilian bis heute aneinandergerät.
Die Lücken zwischen den Phasen nutzte er für andere Arbeiten. 2013 drehte er 13 Folgen von „De todas maneras Rosa“, 2015 acht Folgen von „Sitiados“, und 2016 gehörte er zur Besetzung von „Winnetou - Der Mythos lebt“. Im selben Jahr tauchte er in einer Hauptrolle im Musikvideo zu „Das letzte Mal im Leben“ von Farid Bang auf, was man von einem Soap-Darsteller mit Klassikerausbildung nicht unbedingt erwartet.
Francisco Medina als Coach
Sein zweites Standbein heißt Momentum Medina, hier arbeitet er als Mentor und Coach. Auf der Website stellt er sich als Mentor, Coach, Schauspieler, Regisseur und Philosoph vor und bietet Programme für Persönlichkeitsentwicklung, für den Schauspielberuf, für Führungskräfte und für Sportler an. Dazu gibt es ein Buch mit dem Titel „Alles was wirklich zählt“, der Anklang an den Serientitel ist kaum zu überhören.
Die Plattform Greator nannte 2024 Ausbildungen in Rational-Emotiver Therapie, NLP und Hypnose als Grundlage seiner Arbeit, die er mit Ritualen der Mapuche verbinde, seinem indigenen Erbe. Das stammt aus der Vermarktung seiner Angebote und ist nicht unabhängig belegt. Für die Serie hat das Coaching ganz handfeste Folgen. Im November 2023 kündigte er eine Pause an, um sich um seine Gesundheit und seinen Job als Mental-Coach zu kümmern, und im Januar 2024 stand er in Köln wieder vor der Kamera.
Privatleben
Im Sommer 2025 machte Medina im Interview mit der Bild-Zeitung öffentlich, dass er Vater von Zwillingen geworden ist. „Alles, was zählt, ist das Lächeln meiner Zwillinge“, sagte er dort. Als er Ende Januar 2026 erneut aus der Serie ausstieg, nannte er im Gespräch mit RTL die Familie als Grund und erwähnte dabei ausdrücklich auch seine Eltern. Mehr erzählt er nicht, und mehr steht deshalb auch hier nicht.
Was macht Francisco Medina heute?
Francisco Medina steht als Maximilian wieder vor der Kamera (Stand: November 2026). Am 23. Juni 2026 tauchte die Figur in Essen auf, weil ihre Mutter Simone um Hilfe bat. In der TV-Movie-Vorschau auf die Woche vom 2. bis 6. November 2026 wirkt Maximilian vorerst machtlos, doch sein Einfluss reicht weiter, als die anderen denken.
Das Coaching läuft nebenher weiter. Seine Website kündigt für November 2026 und Januar 2027 Seminare in Köln und Basel an, dazu einen kostenlosen Termin namens Momentum Monday. Die meiste Aufmerksamkeit bekam im September 2026 allerdings ein Instagram-Clip, denn darin zeigte er sich mit kurzen Haaren.
Häufige Fragen zu Francisco Medina
Wer ist Francisco Medina?
Er ist ein deutsch-chilenischer Schauspieler, Regisseur und Coach. Einem breiten Publikum ist er als Maximilian von Altenburg aus „Alles was zählt“ bekannt.
Wen spielt er bei Alles was zählt?
Er spielt seit Oktober 2007 mit mehreren Unterbrechungen Maximilian Graf von Altenburg, den Sohn von Simone.
Hat Medina Kinder?
Ja. Er wurde 2025 Vater von Zwillingen, wie er selbst im Interview mit der Bild-Zeitung erzählte.
Steigt Medina bei AWZ aus?
Ein endgültiger Ausstieg ist nicht bekannt. Zuletzt verließ er die Serie Ende Januar 2026 und kehrte im Juni 2026 zurück (Stand: November 2026).
Wie alt ist er?
Francisco Medina wurde am 30. Januar 1977 in Rostock geboren.