Max Tidof steht seit über 40 Jahren auf der Bühne und vor der Kamera. Er war Mozart in „Vergeßt Mozart“, einer der Sänger in „Comedian Harmonists“ und von 2018 bis 2022 der Oberstaatsanwalt im Ludwigshafener „Tatort“. Bemerkenswert ist der Weg dorthin, denn Tidof hat weder Abitur noch eine Schauspielschule, dafür aber Engagements an der Berliner Schaubühne und über 110 Film- und Fernsehrollen.
| Name | Max Tidof |
|---|---|
| Geboren | 18. März 1960 in Polch (Eifel) |
| Beruf | Schauspieler |
| Bekannt aus | Vergeßt Mozart (1985), Die Stadtindianer (1994), Comedian Harmonists (1997), Tatort Ludwigshafen (2018 bis 2022) |
| Ehefrau | Lisa Seitz, Kostümbildnerin (verheiratet seit 1996) |
| Wohnort | München |
| Größe | 1,76 m |
| Auszeichnung | Bayerischer Filmpreis 1997 (Sonderpreis für Comedian Harmonists) |
Herkunft: von der Eifel über Hamburg nach München
Max Tidof kam am 18. März 1960 in Polch in der Eifel zur Welt und lebte dort die ersten sieben Jahre. Danach zog die Familie nach Hamburg, wo er das Gymnasium besuchte und es nach der elften Klasse verließ. 1979 ging er nach München, und dort fing alles an.
Das Handwerk brachte er sich nach Angaben von filmportal.de selbst bei, als Autodidakt am Münchner Studiotheater. Sein Debüt dort war ungewöhnlich, denn in „Der kleine Prinz“ übernahm er gleich sämtliche Rollen der Planetenbewohner. Fünf Jahre blieb er an dieser Bühne und spielte unter anderem in Stücken von Jean Genet und Jean-Paul Sartre.
Theater: von der Schaubühne bis Richard III.
Für einen Autodidakten führte ihn die Bühnenlaufbahn erstaunlich weit. Nach den Münchner Kammerspielen kam er 1987 ans Schauspiel Bonn und spielte eine Hauptrolle in Rainald Goetz' „Schlachten“. In der Spielzeit 1989/1990 holte ihn die Berliner Schaubühne, wo er unter Peter Stein die Titelrolle in der Uraufführung von Bernard-Marie Koltès' „Roberto Succo“ übernahm.
Seit den 2010er-Jahren ist Tidof immer öfter mit Tourneeproduktionen unterwegs. Er war der gelähmte Philippe in der Bühnenfassung von „Ziemlich beste Freunde“, Pablo Picasso in „Ein Picasso“ und Molières Don Juan. 2019 spielte er am Alten Schauspielhaus Stuttgart den Titelhelden in Shakespeares „Richard III.“, mit dem die Produktion auch auf Gastspielreise ging, im Februar 2019 etwa ins Parktheater Lahr.
Die wichtigsten Rollen von Max Tidof
Vor der Kamera stand er erstmals 1983 in der Serie „Rote Erde“. Im Kino debütierte er 1985 als Joker im Thriller „Loft“, und noch im selben Jahr bekam er die Titelrolle in „Vergeßt Mozart“, einer deutsch-tschechoslowakischen Filmbiografie über den Komponisten.
1993 wurde ein besonderes Jahr für ihn. Im Historienfilm „Ludwig 1881“ spielte er neben Helmut Berger den Hofschauspieler Josef Kainz. Fast gleichzeitig kam Katja von Garniers Hochschulfilm „Abgeschminkt!“ heraus, der mit rund 1,2 Millionen Zuschauern ein echter Publikumserfolg wurde. Die Hauptrollen hatten Katja Riemann und Nina Kronjäger, Tidof spielte den schwierigen besten Freund von René. Katja Riemann ist die Mutter von Paula Riemann, und auch Jochen Nickel gehörte zur Besetzung.
Bekannt beim Fernsehpublikum wurde Tidof 1994 als Taxifahrer und Privatdetektiv Stan Grombovic in der ZDF-Krimiserie „Die Stadtindianer“, die in zwei Staffeln 1994 und 1996 lief und für die Dieter Bohlen den Soundtrack schrieb. 1997 folgte Joseph Vilsmaiers „Comedian Harmonists“. Als bulgarischer Sänger Ari Leschnikow bekam er dafür einen Sonderpreis beim Bayerischen Filmpreis. Mit Vilsmaier drehte er 2004 auch „Bergkristall“ nach Adalbert Stifter, wo er gemeinsam mit der jungen Paula Riemann vor der Kamera stand.
Von 2018 bis 2022 gehörte er zum Ludwigshafener „Tatort“, als Oberstaatsanwalt Fritz Marquardt und damit Vorgesetzter des Ermittlerduos Odenthal und Stern. Wer jüngere Kinder hat, kennt ihn vielleicht eher aus „Ostwind 2“ von 2015, wo er den Reitmeister Leopold Sasse spielte.
Privatleben
Seit 1996 ist Max Tidof mit der Kostümbildnerin Lisa Seitz verheiratet. Die beiden haben eine Tochter und leben in München.
Was macht Max Tidof heute?
Seine jüngsten Fernsehrollen liegen ein paar Jahre zurück, nämlich die „Tatort“-Folge „Das Verhör“ von 2022 und ein Auftritt in „Watzmann ermittelt“ von 2021. Neuere Film- und Fernsehrollen verzeichnen Wikipedia und filmportal.de bis Oktober 2026 nicht, und ein neues Projekt hat er auch nicht öffentlich angekündigt.
Am Theater zeigt sich dagegen, dass er längst mehr macht als spielen. Das Stück „Ein Trio Infernal“ nach Mark Twain verantwortete er als Darsteller, Regisseur, Konzeptentwickler und Produzent zugleich. Beim Film „Maren“ von 2018/2019 stand er laut filmportal.de vor der Kamera und war gleichzeitig Produzent.
Häufige Fragen zu Max Tidof
Wie alt ist Max Tidof?
Max Tidof wurde am 18. März 1960 in Polch in der Eifel geboren.
Wo lebt Max Tidof heute?
Er lebt mit seiner Familie in München, wohin er 1979 gezogen war.
Mit wem ist Max Tidof verheiratet?
Seit 1996 ist er mit der Kostümbildnerin Lisa Seitz verheiratet. Die beiden haben eine Tochter.
Welche Rolle spielte Max Tidof im Tatort?
Von 2018 bis 2022 spielte er im Ludwigshafener „Tatort“ den Oberstaatsanwalt Fritz Marquardt. Davor hatte er bereits mehrere Gastrollen in der Reihe.
In welchen Filmen spielte Max Tidof?
Zu seinen bekanntesten Filmen gehören „Vergeßt Mozart“ (1985), „Ludwig 1881“ und „Abgeschminkt!“ (beide 1993), „Comedian Harmonists“ (1997), „Bergkristall“ (2004) und „Ostwind 2“ (2015).