Die wichtigsten Irland Sehenswürdigkeiten liegen an der Westküste und in Dublin, allen voran die bis zu 214 Meter hohen Cliffs of Moher, der 179 Kilometer lange Ring of Kerry und das Book of Kells. Top-10-Listen helfen bei der Planung wenig, denn zwischen Platz eins und zwei liegen schnell mehrere Stunden Fahrt. Deshalb sortieren wir zwölf Ziele nach Region und nennen die Preise, die die Betreiber im November 2026 ausweisen.
Das Wichtigste in Kürze
- Cliffs of Moher: Am Tor kosten sie 2026 15 Euro pro Erwachsenem, für die Online-Tickets 2027 nennt der Betreiber je nach Uhrzeit 7 bis 14 Euro, Parken inklusive.
- Dublin: Guinness Storehouse und Book of Kells beginnen bei 24 und 25 Euro, beide brauchen rund 90 Minuten.
- Gratis: Der Connemara-Nationalpark verlangt weder Eintritt noch Parkgebühr, auch zu den Steinen des Giant's Causeway kommst du ohne Ticket.
- Nordirland: Deutsche brauchen für die Einreise eine ETA für 20 Pfund, obwohl an der Landgrenze niemand kontrolliert.
Die wichtigsten Irland Sehenswürdigkeiten im Überblick
Mit zwölf Zielen ist die Insel gut abgedeckt, und jedes davon gehört zu einer von sechs Regionen. Die Tabelle zeigt Erwachsenenpreise ohne Rabatte. Sie gelten am Tor oder als Startpreis, Stand November 2026.
| Ziel | Region | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Book of Kells | Dublin | ab 25 € | Zeitfenster buchen |
| Guinness Storehouse | Dublin | ab 24 € | Getränk inklusive |
| Glendalough | Osten | siehe Heritage Ireland | Klostersiedlung |
| Rock of Cashel | Süden | 8 € | Kapelle nur mit Führung |
| Ring of Kerry | Südwesten | Straße frei | 179 km Rundkurs |
| Dingle-Halbinsel | Südwesten | Straße frei | ruhigere Alternative |
| Skellig Michael | Südwesten | nur per Boot | Landung wetterabhängig |
| Cliffs of Moher | Westen | 15 € | online günstiger |
| Connemara-Nationalpark | Westen | frei | Parken ebenfalls frei |
| Kylemore Abbey | Westen | siehe Betreiber | im Sommer vorab buchen |
| Giant's Causeway | Nordirland | Steine frei, Ticket 16 £ | Parken beachten |
| Titanic Belfast | Nordirland | 24,95 £ online | 26,95 £ vor Ort |
Wo es voll wird, zeigt die Besuchererhebung von Fáilte Ireland, der irischen Tourismusbehörde. Laut der Zusammenfassung von Hospitality Ireland, die sich überwiegend auf 2024 bezieht, kam das Guinness Storehouse auf 1,6 Millionen Gäste, die Cliffs of Moher auf rund 1,49 Millionen und das Book of Kells auf 968.666. An diesen drei Orten solltest du also nicht spontan auftauchen.
Dublin und der Osten
In Dublin liegen die meistbesuchten Innenattraktionen des Landes, die Stadt rettet also jeden Regentag. Das Book of Kells, eine frühchristliche Bilderhandschrift, liegt in der Old Library des 1592 gegründeten Trinity College. Der Standardbesuch dauert 90 Minuten und kostet ab 25 Euro, ohne digitale Ausstellung bist du in 45 Minuten durch und zahlst ab 19 Euro. Der berühmte Long Room ist zwar offen, wegen der Sanierung der Bibliothek stehen die meisten Bücher aber nicht mehr in den Regalen. Wer genau dieses Foto will, wird enttäuscht.
Das Guinness Storehouse steht an der St. James's Gate, wo sich Arthur Guinness 1759 einen Pachtvertrag über 9.000 Jahre sicherte. Die selbstgeführte Tour kostet ab 24 Euro, dauert ungefähr 90 Minuten und endet mit einem Guinness oder Guinness 0.0 in der Gravity Bar, mit Rundumblick über die Stadt.
Südlich von Dublin beginnt der ruhigere Teil des Ostens. In den Wicklow Mountains liegt die Klostersiedlung Glendalough aus dem 6. Jahrhundert. Den Eintrittspreis konnten wir nicht bestätigen, schau dafür auf die Seite der staatlichen Denkmalverwaltung Heritage Ireland. Weiter südwestlich erreichst du den Rock of Cashel, eine Festungsruine auf einem Felsen in Tipperary. Erwachsene zahlen 8 Euro, Familien 20 Euro, und rund eineinhalb Stunden reichen für den Besuch. Cormac's Chapel siehst du nur mit Führung, und die Anlage kann bei schlechtem Wetter kurzfristig schließen. Kilkenny mit seiner Burg liegt auf dem Weg und passt gut als Übernachtungsstopp.
Der Südwesten: Kerry und die Skelligs
Der Südwesten ist die Region für Landschaft vom Auto aus, denn seine größten Irland-Sehenswürdigkeiten sind Straßen und Küsten, für die niemand Eintritt verlangt. Der Ring of Kerry umrundet auf 179 Kilometern die Iveragh-Halbinsel und ist die bekannteste Panoramastrecke des Landes. Nebenan liegt die Dingle-Halbinsel, deren Rundstraße über den Slea Head führt. Wenn dir die Busse am Ring of Kerry zu viel werden, ist sie die bessere Wahl, denn die Landschaft ist ähnlich wild und deutlich ruhiger.
Für eine Pause vom Auto bietet sich Killarney an. Die Gärten von Muckross House zählten 2024 laut Fáilte Ireland 779.846 Besucher und gehören damit zu den meistbesuchten Zielen außerhalb Dublins.
Skellig Michael solltest du nicht fest einplanen. Die Klosterinsel vor der Küste ist nur per Boot erreichbar und öffnete 2026 laut dem Office of Public Works am 9. Mai, wobei der Zugang von Wetter, Seegang und Zustand der Insel abhängt. Lass dir also einen Ersatztag und buche früh. Für die Saison 2027 lagen bei unserer Recherche noch keine Daten vor.
Der Westen: Cliffs of Moher bis Connemara
An der Westküste liegen die stärksten Naturmotive der Insel, und nirgends rechnet sich der frühe Ticketkauf so deutlich wie bei den Cliffs of Moher. Das Ticket gilt dort zwei Stunden ab Einlasszeit und umfasst Parken, Besucherzentrum, rund 800 Meter befestigte Wege und O'Brien's Tower. Am Tor zahlst du 2026 15 Euro. Für 2027 sind 16 Euro am Tor und online 9 Euro in der Nebenzeit, 14 Euro zwischen 11 und 16 Uhr und im Sommer 7 Euro am späten Abend ausgewiesen. Zu zweit sparst du also in den Randzeiten 14 Euro. Kinder unter 12 sind in Begleitung der Eltern frei.
Direkt im Hinterland der Klippen liegt der Burren, eine karge Kalklandschaft in Clare. Nördlich davon lohnt Galway als Stadtetappe, bevor es nach Connemara geht.
Der Connemara-Nationalpark umfasst rund 2.000 Hektar, Eintritt und Parken sind frei, und das Gelände ist ganzjährig zugänglich. Das Besucherzentrum öffnet bis auf Weiteres mittwochs bis sonntags von 9 bis 17.30 Uhr. Vier Wanderwege starten dort, darunter der Upper Diamond Trail mit Blick auf die Twelve Bens und Kylemore Abbey. Bei orangefarbenen oder roten Wetterwarnungen bleibt der Park zu, schau also morgens kurz nach. Für Kylemore Abbey, das Schloss am See, das Henry Mitchell für seine Frau Margaret bauen ließ, empfiehlt Tourism Ireland im Sommer vorab gebuchte Tickets.
Nordirland: zwei Ziele und eine Formalität
Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich, und das ändert für Deutsche seit April 2025 die Einreise. Du brauchst eine elektronische Reisegenehmigung (ETA), die laut britischer Regierung 20 Pfund pro Person kostet und auch für Kinder nötig ist. An der Landgrenze zur Republik Irland finden keine Einwanderungskontrollen statt. Das britische Innenministerium stellt in seinem Factsheet vom November 2025 trotzdem klar, dass die Regeln auch für die Einreise nach Nordirland gelten. Eine Ausnahme gibt es für Menschen, die rechtmäßig in Irland leben, Urlauber fallen nicht darunter. Beantrage die ETA über die offizielle Seite gov.uk, andere Websites verlangen teils mehr.
Der Giant's Causeway lohnt den Aufwand. Die mehr als 40.000 Basaltsäulen entstanden vor rund 60 Millionen Jahren und sind Nordirlands erste UNESCO-Welterbestätte. Der Weg zu den Steinen ist kostenlos. Das Ticket für 16 Pfund deckt Ausstellung, Audioguide und den Parkplatz am Besucherzentrum ab, der nur Ticketinhabern und Mitgliedern des National Trust offensteht. Alternativ kostet der Causeway Coast Way Car Park 12 Pfund pro Fahrzeug. Zu zweit fährst du mit dem separaten Parkplatz günstiger, allein lohnt sich das Ticket, weil es nur 4 Pfund mehr kostet.
In Belfast erzählt Titanic Belfast die Geschichte des Schiffs in neun Galerien auf sechs Etagen. Online kostet das 24,95 Pfund, vor Ort 26,95 Pfund.
Was die Eintritte kosten und wie du Wartezeiten vermeidest
Die bezahlten Irland Sehenswürdigkeiten sind einzeln erschwinglich, summieren sich aber über eine Reise. Book of Kells, Guinness Storehouse, Rock of Cashel und Cliffs of Moher kosten zusammen 72 Euro pro Erwachsenem, wenn du die Cliffs am Tor bezahlst. Bei zwei Personen sind das 144 Euro, ohne dass Nordirland oder Bootstouren eingerechnet sind.
Mit drei Regeln zahlst du weniger und wartest kürzer.
- Buche Book of Kells und Cliffs of Moher online, beide arbeiten mit festen Einlasszeiten oder Preisstufen.
- Fahre die Cliffs vor 11 oder nach 16 Uhr an, dann zahlst du weniger und teilst dir die Plattformen mit weniger Gruppen.
- Lege Museen auf Regentage und halte die Wandertage flexibel, weil Connemara und Skellig Michael bei schlechtem Wetter ausfallen können.
So verbindest du die Ziele zu einer Route
Am besten fährst du eine Runde ab Dublin, über den Süden nach Kerry und dann die Westküste hinauf nach Galway und Connemara. Der Rock of Cashel liegt dabei auf der Strecke nach Killarney, die Cliffs of Moher zwischen Kerry und Galway. Nordirland ergänzt du als eigenes Stück ab Connemara oder von Dublin aus. Etappen, Fahrtzeiten, Mietwagen und Budget haben wir in unserem Ratgeber zur Irland Rundreise zusammengestellt. Dort siehst du auch, warum zehn Tage das sinnvolle Minimum sind.
Hast du nur fünf Tage, wähle eine Region. Dublin mit Glendalough funktioniert ohne langes Fahren, Kerry mit den Cliffs of Moher bringt die stärkere Landschaft, kostet aber einen ganzen Anreisetag.
Häufige Fragen zu Irland Sehenswürdigkeiten
Was sind die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Irland?
Eine offizielle Rangliste gibt es nicht. Nach Besuchszahlen und Bekanntheit gehören Guinness Storehouse, Book of Kells, Cliffs of Moher, Ring of Kerry, Dingle-Halbinsel, Connemara, Kylemore Abbey, Rock of Cashel, Glendalough und der Giant's Causeway dazu.
Wo ist der schönste Ort in Irland?
Das bleibt Geschmackssache. Für Klippen und Atlantik sind es die Cliffs of Moher, für Berge und Seen Connemara, für Küstenstraßen die Dingle-Halbinsel. Wer nur eine Region sehen kann, fährt am besten in den Westen.
Was sind Geheimtipps in Irland?
Abseits der Hauptrouten liegt der Glenveagh-Nationalpark in Donegal, mit rund 170 Quadratkilometern laut ASI Reisen der zweitgrößte des Landes. Ruhiger als die Hauptplattform an den Cliffs of Moher sind außerdem die Randzeiten, im Sommer der Abend bis 21 Uhr.
Ist Irland teuer für Touristen?
Die Eintritte sind überschaubar, vier große Ziele kosten zusammen 72 Euro pro Person, und mehrere Landschaften sind frei zugänglich. Stärker fallen Unterkunft und Mietwagen ins Gewicht. Für zehn Tage zu zweit ohne Flüge rechnen wir mit 1.800 bis 2.800 Euro.
Quellen und Stand
- Cliffs of Moher Experience, Ticketpreise 2026 und 2027, abgerufen im November 2026
- Trinity College Dublin, Book of Kells Experience, Tickets, abgerufen im November 2026
- Guinness Storehouse, Buchungsseite, abgerufen im November 2026
- Heritage Ireland (OPW), Rock of Cashel, abgerufen im November 2026
- Office of Public Works, Sceilg Mhichíl Visitor Season 2026
- National Parks of Ireland, Connemara National Park, abgerufen im November 2026
- National Trust, Giant's Causeway, abgerufen im November 2026
- Titanic Belfast, Ticketpreise, abgerufen im November 2026
- Tourism Ireland, Irlands Top-Besucherattraktionen, abgerufen im November 2026
- Hospitality Ireland, Top 10 Most Popular Tourist Attractions in Ireland, 27. Juli 2026, auf Basis des Fáilte Ireland Visitor Attractions Survey
- GOV.UK, Electronic Travel Authorisation, abgerufen im November 2026
- UK Home Office, ETA Factsheet, November 2025
- The Wild Atlantic Way, Ring of Kerry, abgerufen im November 2026
- ASI Reisen, Top 10 Sehenswürdigkeiten in Irland, abgerufen im November 2026