Seit Juni 2026 läuft Laura Lippmann jeden Vorabend als Krankenschwester Frieda über den SAT.1-Bildschirm, und es ist ihre erste große Serienhauptrolle nach über zehn Jahren Theater und Gastrollen. Viele kennen die Leipzigerin noch als Nicole Berger aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Weniger bekannt ist, dass sie für ihren Einsatz für gehörlose Menschen eigens eine Ausbildung in Deutscher Gebärdensprache gemacht hat.
| Name | Laura Lippmann |
|---|---|
| Geboren | 12. Oktober 1989 in Leipzig |
| Beruf | Schauspielerin, Hörspielsprecherin |
| Bekannt aus | Frieda – Mit Feuer und Flamme (Frieda), Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Nicole Berger), Du sollst hören |
| Ausbildung | Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig (2009 bis 2013) |
| Größe | 1,68 m (laut Agenturprofil) |
Herkunft und Ausbildung
Laura Lippmann kam am 12. Oktober 1989 in Leipzig zur Welt und wuchs dort auf, was man bis heute hört, denn ihre Agentur führt Sächsisch als Heimatdialekt. Nach drei Jahren Gesangsunterricht studierte sie von 2009 bis 2013 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, genauer am Schauspielinstitut „Hans Otto“.
Auf der Bühne stand sie schon als Studentin, am Theater Halle spielte sie unter anderem die Bianca in „Othello“. 2013 wechselte sie ans Theater Konstanz und blieb fünf Jahre. Dort bekam sie Rollen, um die sich junge Schauspielerinnen reißen würden, darunter die Roxane in „Cyrano de Bergerac“, die Margarita in „Meister und Margarita“ und die Sonja in „Onkel Wanja“, im Musical „Jesus Christ Superstar“ außerdem die Maria Magdalena. Später spielte sie am Theater an der Parkaue in Berlin, bei den Burgfestspielen Bad Vilbel und am Neuen Theater Halle, wo sie 2021 und 2022 die Medea gab.
Vom Tatort bis zum Bergdoktor
Ihre erste Kamerarolle hatte Laura Lippmann im „Tatort: Schwarzer Afghane“, der 2013 lief. Danach blieb es lange bei Episodenrollen, die sie neben dem Theater drehte, quer durch die Krimi- und Arztformate von ARD und ZDF. „WaPo Bodensee“ gehört dazu, ebenso zwei Filme der Reihe „Inga Lindström“, „Nord Nord Mord“, „SOKO Leipzig“ und „SOKO Wismar“. Wer das SOKO-Universum mag, findet bei uns auch ein Porträt von Daniel Steiner, der in „SOKO Leipzig“ den Rettig spielt.
Wichtig für ihren Weg wurde 2022 der ZDF-Film „Du sollst hören“. Lippmann spielte darin die hörende Schwester der gehörlosen Hauptfigur, die Anne Zander verkörperte, und diese Rolle lag ziemlich nah an ihrem eigenen Leben, weil ihre ältere Schwester gehörlos ist. Im selben Jahr drehte sie die Netflix-Miniserie „Sunshine Eyes“.
Im Juni 2023 stieg sie bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ein. Als Nicole Berger heiratete sie Michi und machte ihm das Leben mit Eifersucht so schwer, dass die Ehe zerbrach und Nicole nach Dortmund zurückging. Nach rund 58 Folgen lief im Oktober 2023 die Abschiedsfolge. Eine Dauerrolle war ohnehin nie geplant, das hatte ein RTL-Sprecher früh gesagt. Ganz zugemacht hat Lippmann die Tür trotzdem nicht. „Ja, das kann ich mir schon vorstellen“, antwortete sie der TV Movie auf die Frage nach einem Comeback. Aus der GZSZ-Besetzung haben wir außerdem Anna-Katharina Fecher und Joana Schümer porträtiert.
Gleich im Anschluss folgte ein Gastauftritt im „Bergdoktor“, in der Folge „Lebenswege“, die das ZDF im Februar 2024 zeigte. Lippmann spielte Lene Egger, eine Frau, die um ihre Ehe kämpft.
Gebärdensprache und Engagement
Für die Belange gehörloser Menschen setzt sich Laura Lippmann seit Jahren ein, und sie spricht darüber auch in Interviews. 2021 und 2022 ließ sie sich zur Kommunikationsassistentin für Deutsche Gebärdensprache ausbilden. Gegenüber Joyn begründete sie das in einem Satz: „Weil ich mir mehr Sichtbarkeit für die Gebärdensprachgemeinschaft wünsche.“ Hinter dem Satz steckt ein handfestes Missverhältnis. In Deutschland leben Zehntausende gehörlose und schwerhörige Menschen, Gebärdensprachdolmetscher gibt es nur ein paar Hundert.
2025 hängte sie eine zweite Weiterbildung an und wurde über den Culture Change Hub, gemeinsam mit dem Bundesverband Schauspiel, zur Intimitätskoordinatorin ausgebildet. Solche Koordinatoren begleiten Liebes- und Nacktszenen am Set und sorgen dafür, dass vorher klar abgesprochen ist, was gedreht wird. In der Film- und Fernsehbranche ist das noch ein junger Beruf.
Was macht Laura Lippmann heute?
Laura Lippmann spielt die Titelrolle in „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ (Stand: Oktober 2026). SAT.1 zeigt die Serie seit dem 1. Juni 2026 um 18 Uhr in Doppelfolgen, auf Joyn standen die ersten zehn Folgen schon ab dem 29. Mai bereit. Frieda ist eine alleinerziehende Intensivkrankenschwester, die zurück in ihre Heimat Liebitz in der Sächsischen Schweiz zieht. Produziert wurden zunächst 162 Folgen. Dass ausgerechnet eine Schauspielerin mit sächsischem Heimatdialekt diese Rolle bekommen hat, wirkt wie eine glückliche Fügung.
Andere Drehs laufen nebenher weiter. Ihre Agentur listet für 2025 Auftritte in „Wolfsland“, „SOKO Wismar“, „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ und im ARD-Märchenfilm „Die Prinzessin aus Glas“, für 2026 die ARD-Produktion „Praxis mit Meerblick“. Im Radio war sie in zwei Staffeln des SWR-Hörspiels „KI-Mom“ zu hören. Laut Agenturprofil lebt sie in Halle.
Häufige Fragen zu Laura Lippmann
Wie alt ist Laura Lippmann?
Laura Lippmann wurde am 12. Oktober 1989 in Leipzig geboren.
Welche Rolle spielte Laura Lippmann bei GZSZ?
Sie spielte 2023 Nicole Berger, die in der Serie Michi heiratete. Nach dem Ende der Ehe zog die Figur zurück nach Dortmund, die letzte Folge lief im Oktober 2023.
In welcher Serie spielt Laura Lippmann aktuell?
Seit dem 1. Juni 2026 ist sie als Frieda in der SAT.1-Vorabendserie „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ zu sehen. Die Serie läuft um 18 Uhr und ist auch bei Joyn abrufbar.
Warum kann Laura Lippmann Gebärdensprache?
Ihre ältere Schwester ist gehörlos. Lippmann hat sich zur Kommunikationsassistentin für Deutsche Gebärdensprache ausbilden lassen und setzt sich für mehr Sichtbarkeit gehörloser Menschen ein.
Wo hat Laura Lippmann Schauspiel studiert?
Sie studierte von 2009 bis 2013 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.