Samstag, 7. Juni 2026

Persönlichkeiten

Daniel Steiner: SOKO Leipzig, Filme und Regie

Daniel Steiner spielt den Laboranten Rettig in SOKO Leipzig. Seine Filme von Krabat bis Grand Budapest Hotel, seine Regiearbeit und was er heute macht.

Daniel Steiner im Porträt mit Brille, weißem Hemd und roter Krawatte vor dunklem Hintergrund

Foto: Steffen Roth / Wikimedia Commons, Public domain

Für ZDF-Zuschauer ist Daniel Steiner einfach Rettig, der Laborant der Kriminaltechnik in „SOKO Leipzig“. Dass derselbe Mann in Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“ mitgespielt hat und eigentlich Werbefilmregie studiert hat, wissen nur Kenner. Eigene Filme dreht er bis heute, und selbst bei seinem Geburtsort sind sich die Quellen nicht ganz einig.

NameDaniel Steiner
Geboren1973 im Kreis Gütersloh
BerufSchauspieler, Regisseur, Autor
Bekannt ausSOKO Leipzig (Lorenz Rettig), Grand Budapest Hotel, Krabat
AusbildungBroadcasting, University of Leeds; Werbefilmregie, Filmakademie Baden-Württemberg
Staatsangehörigkeitdeutsch, österreichisch

Herkunft und Studium

Daniel Steiner kam 1973 im Kreis Gütersloh zur Welt, nur beim genauen Ort gehen die Angaben auseinander. Wikipedia, Wikidata und das Google-Profil nennen Rheda-Wiedenbrück, sein eigenes Schauspielprofil bei Filmmakers dagegen das benachbarte Herzebrock-Clarholz. Dort steht auch, dass er neben der deutschen die österreichische Staatsangehörigkeit hat, und als Heimatdialekt gibt er Westfälisch an.

Zum Film kam er über einen Umweg nach England. Von 1992 bis 1996 studierte er Broadcasting an der University of Leeds und schloss mit dem Bachelor ab. Zurück in Deutschland studierte er von 1997 bis 2003 Werbefilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und machte dort sein Diplom. Später legte er noch eine Weiterbildung zum Fiction Producer IHK nach, von 2009 bis 2011 am Kölner und Babelsberger Filmhaus.

Regisseur von Werbung und Musikvideos

Seit 2002 arbeitet Daniel Steiner frei als Regisseur, Autor und Schauspieler, wobei die Regie nie bloß ein Nebenjob war. Er drehte Internetserien und Werbefilme, etwa für Pringles und die Musikzeitschrift Spex, dazu Musikvideos, etwa gemeinsam mit Nic Romm für den Musiker Namosh und für die Berliner Band Puppetmastaz. Bei der Mockumentary „A Journey To Simplicity“ von 2010 übernahm er gleich alles selbst, Regie, Buch und Produktion.

Rollen in Kino und Fernsehen

Vor der Kamera fiel Daniel Steiner zuerst in Komödien auf. Anfang der 2000er Jahre spielte er den Sönke in „Wilde Jungs“, 2004 war er im Kinofilm „Der Wixxer“ dabei, 2007 in „Vollidiot“. In der Sat.1-Comedy „Ladyland“ spielte er 2005 den Physiker Jonas.

Danach wurden die Produktionen größer und internationaler. Er spielte 2008 in „Krabat“, 2010 in „Black Death“ und unter der Regie von Wes Anderson in „Grand Budapest Hotel“, der 2014 in die Kinos kam. Sein Profil nennt dort die Rolle des Anatole. Später folgten „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“, „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ und Bille Augusts „Eleanor & Colette“. Im Fernsehen war er der Osvaldo Rossi in zwei Folgen der ARD-Reihe „Der Urbino-Krimi“, und für die „Deutschland-Saga“ von Terra X schlüpfte er in die Rolle von Kaiser Karl V.

Beim Filmfest Bremen gewann 2023 „The Woddafucka Thing“ von Gianluca Vallero den Preis für den besten deutschsprachigen Film, Steiner spielt darin den Klaus. Sein Profil nennt außerdem eine Rolle in Wes Andersons „The Phoenician Scheme“ von 2025.

Lorenz Rettig in SOKO Leipzig

Seine bekannteste Rolle ist der KTU-Laborant Lorenz Rettig in der ZDF-Serie „SOKO Leipzig“, den er seit Anfang der 2010er Jahre spielt, wobei sich die Quellen beim Einstiegsjahr nicht einig sind. Die Alumni-Seite der Filmakademie und sein Schauspielprofil nennen 2011, Wikipedia nennt 2012. Rettig ermittelt nicht selbst auf der Straße. Er wertet im Labor Spuren aus und liefert den Kommissaren die Ergebnisse, mit denen sie weiterarbeiten.

In einer Folge durfte die Nebenfigur dann ganz nach vorn. Die Folge „Ein Fall für Rettig“, ausgestrahlt am 20. Januar 2017, erzählt von einem Industrieroboter, der zum Täter wird. Rettig findet am Tatort Spuren von manipuliertem Programmcode. Dafür gab es in Lissabon den European Science TV and New Media Award in der Kategorie TV-Drama und Doku-Drama, für eine Vorabendserie keine alltägliche Auszeichnung. Wer sich für die ZDF-Krimireihe insgesamt interessiert, findet bei uns auch Porträts von Anja Pahl aus „SOKO Potsdam“ sowie von Wilfried Klaus und Werner Kreindl aus der ersten SOKO, der „SOKO 5113“.

Was macht Daniel Steiner heute?

Daniel Steiner spielt weiterhin Lorenz Rettig, Crew United führt ihn auch für die Staffeln 2025 und 2026 von „SOKO Leipzig“ (Stand: Oktober 2026). Nebenbei ist er wieder mehr hinter der Kamera zu finden. Für den Kurzfilm „Love Is (Un)Dead“ führte er 2026 Regie und spielt selbst einen Zombie, außerdem drehte er mit „Mucki Zucki“ den Pilotfilm einer Serie, in dem er auch die Hauptrolle Pit übernahm.

Als Schauspieler stand er 2025 zudem für den Spielfilm „Cool Down“ von Felix Meinhardt und den Kurzfilm „Vincilla – Vanilla“ vor der Kamera. Neben der Schauspielerei arbeitet er laut der Filmakademie als Werbefilmregisseur, Kreativkonzepter, Stoffentwickler und Drehbuchautor. Er lebt in Berlin.

Häufige Fragen zu Daniel Steiner

Wie alt ist Daniel Steiner?

Daniel Steiner wurde 1973 im Kreis Gütersloh geboren. Ein genaues Geburtsdatum ist nicht öffentlich.

Wer spielt Rettig in SOKO Leipzig?

Den KTU-Laboranten Lorenz Rettig spielt Daniel Steiner, laut Filmakademie und seinem eigenen Profil seit 2011. Wikipedia nennt als Einstiegsjahr 2012.

In welchen Filmen hat Daniel Steiner mitgespielt?

Unter anderem in „Der Wixxer“, „Vollidiot“, „Krabat“, „Black Death“, „Grand Budapest Hotel“, „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ und „The Woddafucka Thing“.

Wie groß ist Daniel Steiner?

Sein Schauspielprofil gibt 1,87 Meter an.

Ist Daniel Steiner auch Regisseur?

Ja. Er hat an der Filmakademie Baden-Württemberg Werbefilmregie studiert und dreht seit 2002 Werbespots, Musikvideos und eigene Filme, zuletzt 2026 den Kurzfilm „Love Is (Un)Dead“.

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