Rolf Kanies kennen viele vom Sehen, ohne den Namen sofort zuordnen zu können. Er war General Krebs in „Der Untergang“, Hitler in einem US-Boxerfilm und ein amerikanischer Präsident in der Science-Fiction-Serie „Lexx“. Beim ARD-Publikum ist er seit 2003 als Klaus Ritter aus „In aller Freundschaft“ bekannt, und laut Wikipedia kommt er inzwischen auf über 140 Film- und Fernsehproduktionen.
| Name | Rolf Kanies |
|---|---|
| Geboren | 21. Dezember 1957 in Bielefeld |
| Beruf | Schauspieler |
| Bekannt aus | Der Untergang (2004), In aller Freundschaft (seit 2003), Anonyma (2008), Das schweigende Klassenzimmer (2018) |
| Wohnort | Krefeld, zweiter Wohnsitz in Pesaro (Italien) |
| Größe | 1,76 m |
| Auszeichnung | Bester Schauspieler Nordrhein-Westfalens (1994) |
Herkunft: Puppenspiel und Schultheater in Hanau
Bielefeld steht zwar in seinem Pass, geprägt hat ihn aber Hessen. Geboren wurde er am 21. Dezember 1957 als Sohn eines Diplom-Ingenieurs und Geodäten, die Familie lebte zunächst in Hanau und zog noch in seiner Kleinkindzeit nach Niederrodenbach. Als Kind war er ein leidenschaftlicher Puppenspieler mit großer Sammlung, was im Rückblick fast wie eine Vorübung wirkt.
Am Gymnasium Hohe Landesschule in Hanau gehörte er zu den ersten Mitgliedern der Theater-AG des Lehrers und Autors Erland Schneck-Holze. 1976 spielte er dort in Büchners „Leonce und Lena“, an seiner Seite der spätere Schauspieler Dominic Raacke. Nach dem Abitur studierte er von 1978 bis 1982 an der Westfälischen Schauspielschule Bochum.
Theater: fast zwei Jahrzehnte auf der Bühne
Bevor die Kamera kam, war er ein reiner Bühnenschauspieler. 1981 hatte er erste Gastrollen am Hebbel-Theater Berlin und am Schauspielhaus Bochum, sein erstes festes Engagement führte ihn von 1982 bis 1986 ans Schauspielhaus Graz.
Danach folgten Krefeld und Mönchengladbach, Kassel und das Od-Theater in Basel, wo er 1998 in Schillers „Don Karlos“ auftrat. In seiner Theaterzeit stand er in „Hamlet“, „Romeo und Julia“, „Macbeth“ und „Faust“ auf der Bühne. 1994 wurde er als „Bester Schauspieler Nordrhein-Westfalens“ ausgezeichnet.
Die bekanntesten Rollen von Rolf Kanies
Beim Fernsehen fing er spät an, mit einem Auftritt in „SK Babies“ 1996, kam dafür aber schnell in internationale Produktionen. In der kanadisch-amerikanischen Serie „Lexx“ spielte er von 2000 bis 2002 den US-Präsidenten Reginald J. Priest, in Steve James' „Joe & Max“ war er 2002 Adolf Hitler, neben Til Schweiger als Max Schmeling. Daniel Brühls Filmvater gab er in „Nichts bereuen“ von 2001.
Laut filmportal.de besetzten ihn danach Bernd Eichinger und Oliver Hirschbiegel in „Der Untergang“ als General Hans Krebs. Damit war ein Muster gesetzt, denn historische Uniformrollen begleiten ihn seither. Er war Friedrich Hoch in Max Färberböcks „Anonyma: Eine Frau in Berlin“ (2008), der NKWD-Chef Oberst Tapilin in „Wunderkinder“ (2011), Oberst Eberhard Finckh in „Rommel“ (2012) und Ernst Stahl-Nachbaur in „George“ (2013), dem halbdokumentarischen Film mit Götz George.
Seit 2003 taucht er mit Unterbrechungen in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ auf, als Klaus Ritter, Vater der Krankenschwester und späteren Pflegedienstleiterin Arzu Ritter. Im selben Jahr begannen auch seine Gastauftritte im „Tatort“.
2006 gehörte er zum ARD-Zweiteiler „Störtebeker“, mit Ken Duken in der Titelrolle und der jungen Paula Riemann. Auch Timo Dierkes spielte mit.
Internationale Filme und ungewöhnliche Besetzungen
Dass er kein Spezialist für Offiziere ist, zeigt der Rest der Filmografie. Für den italienischen Sender RAI spielte er im Zweiteiler „Le mille e una notte“ den Kalifen und Vater von Scheherazade, in drei Folgen von „Borgia“ den Astrologen Lorenz Beheim. Im Märchenfilm „Die kluge Bauerntochter“ von 2010 gab er neben Sunnyi Melles den adeligen Hofmeister.
Im Kino folgten Julie Delpys „Die Gräfin“ (2009), die Jugendbuchverfilmungen „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ sowie „Hitman: Agent 47“ (2015). In Raoul Pecks „Der junge Karl Marx“ (2017) und Lars Kraumes „Das schweigende Klassenzimmer“ (2018) kehrte er wieder zum historischen Stoff zurück.
Im Fernsehen reicht die Bandbreite ähnlich weit. In der Serie „Alpha 0.7: Der Feind in dir“ spielte er 2010 in sechs Folgen mit, in der Komödie „Herzdamen an der Elbe“ war er 2013 an der Seite von Thekla Carola Wied ein Koch mit Marineerfahrung. Im ZDF-Krimi „Die letzte Instanz“ gab er 2014 den Gerichtsreporter Alttay, in „Gegen die Angst“ 2019 den Oberstaatsanwalt Lehmann.
Was macht Rolf Kanies heute?
Seine jüngsten Einträge bei Wikipedia und filmportal.de stammen aus den Jahren 2021 bis 2023 (Stand: Oktober 2026). 2021 war er im Dreiteiler „Ku'damm 63“ zu sehen, 2022 feierte Jöns Jönssons Drama „Axiom“ auf der Berlinale Premiere, in dem er Wolfgang spielte. Im selben Jahr kam „Stand Up! Was bleibt, wenn alles weg ist“ heraus, mit ihm als alterndem Kunstsammler. 2023 folgten zwei Folgen „WaPo Bodensee“.
Neuere Rollen verzeichnen beide Quellen bis Oktober 2026 nicht. Er ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und lebt laut Wikipedia in Krefeld, mit einem zweiten Wohnsitz im italienischen Pesaro.
Häufige Fragen zu Rolf Kanies
Wie alt ist Rolf Kanies?
Er wurde am 21. Dezember 1957 in Bielefeld geboren.
Wo wohnt er?
Er lebt in Krefeld und hat einen zweiten Wohnsitz im italienischen Pesaro.
Wen spielt Rolf Kanies in „In aller Freundschaft“?
Seit 2003 spielt er mit Unterbrechungen Klaus Ritter, den Vater von Arzu Ritter.
Welche Rolle hatte er in „Der Untergang“?
In Oliver Hirschbiegels Film von 2004 spielte er General Hans Krebs.
In welchen Filmen spielte er mit?
Zu seinen bekanntesten Filmen gehören „Joe & Max“ (2002), „Der Untergang“ (2004), „Anonyma: Eine Frau in Berlin“ (2008), „Hitman: Agent 47“ (2015) und „Das schweigende Klassenzimmer“ (2018).