Ken Duken steht seit Ende der 1990er-Jahre vor der Kamera und hat dabei fast jedes Genre mitgenommen, vom Seeräuberfilm bis zum Kriegsdrama. Er war Störtebeker, ein deutscher Soldat bei Quentin Tarantino und Carl Benz, und mit „Berlin Falling“ hat er 2017 seinen ersten Kinofilm als Regisseur vorgelegt. Eine Schauspielschule hat er dafür nie gebraucht.
| Name | Ken Duken |
|---|---|
| Geboren | 17. April 1979 in Heidelberg |
| Beruf | Schauspieler, Regisseur, Produzent |
| Bekannt aus | Störtebeker (2006), Inglourious Basterds (2009), Das Wunder von Kärnten, Berlin Falling (2017) |
| Ehefrau | Marisa Leonie Bach, Schauspielerin (verheiratet seit 2000) |
| Mutter | Christina Loeb, Schauspielerin |
| Größe | 1,85 m |
| Auszeichnungen | Adolf-Grimme-Preis 2005 und 2008 |
Herkunft und Anfänge
Ken Duken kam am 17. April 1979 in Heidelberg zur Welt und wuchs in Garmisch-Partenkirchen auf. Er ist das dritte Kind der Film- und Theaterschauspielerin Christina Loeb, sein Vater ist Arzt. Dass er Schauspieler wurde, überrascht in dieser Familie wenig, denn auch sein Onkel Michael Zittel und seine Schwester Annalena Duken stehen vor der Kamera.
Statt einer Ausbildung nahm er Unterricht, unter anderem bei James Reynold, und spielte zuerst Theater, etwa „Der Besuch der alten Dame“ und mehrere Stücke von Shakespeare. Seine erste Filmrolle war 1997 eine kleine im Fernsehkrimi „Blutiger Ernst“, neben Nadja Uhl und Daniel Brühl.
Die wichtigsten Rollen von Ken Duken
Ins Kino kam Duken 1999 mit „Schlaraffenland“, an der Seite von Franka Potente und Heiner Lauterbach. Im selben Jahr drehte er Miguel Alexandres Drama „Gran Paradiso“ und spielte einen lebensmüden Rollstuhlfahrer, wofür er drei Monate im Rollstuhl trainierte. Vor der Kamera stand dort auch Frank Giering, den er Jahre später wiedertreffen sollte.
Für „Kiss and Run“ bekam er 2005 den Grimme-Preis, 2008 noch einmal für die Tragikomödie „Eine andere Liga“. Im ZDF gehörte er zur Stammbesetzung von „Nachtschicht“, als Jungkommissar Teddy Schrader, bis er 2008 nach fünf Folgen ausstieg.
Eine seiner größten Hauptrollen spielte er 2006 im ARD-Zweiteiler „Störtebeker“, wieder unter der Regie von Miguel Alexandre. Duken war der Seeräuber Klaus Störtebeker, und die Besetzung um ihn ist aus heutiger Sicht erstaunlich: Frank Giering, Antonio Wannek, Jochen Nickel und die junge Paula Riemann, die kurz darauf als Melanie in „Die Wilden Hühner“ bekannt wurde. Auch seine Frau Marisa Leonie Bach spielte mit.
2008 und 2009 kamen die internationalen Rollen. In Tarantinos „Inglourious Basterds“ war er ein deutscher Soldat, kurz davor im norwegischen Widerstandsdrama „Max Manus“ der Gestapo-Chef Siegfried Fehmer. In der deutsch-britischen Produktion „Laconia“ spielte er den U-Boot-Kommandanten Werner Hartenstein. Auffällig ist, wie oft ihn Regisseure in dieser Zeit für Figuren aus der NS-Zeit besetzten, 2013 folgte mit „Frei“ noch ein ehemaliger SS-Offizier auf der Flucht nach Argentinien. Daneben spielte er im ARD-Film „Carl & Bertha“ von 2011 den Autopionier Carl Benz und in „Das Wunder von Kärnten“ den Kardiologen Markus Höchstmann. Diese Produktion gewann 2013 einen International Emmy.
Hinter der Kamera
Regie führt Duken schon seit über 20 Jahren. 2003 gründete er mit Partnern die Produktionsfirma Grand Hôtel Pictures, deren erster Kurzfilm „From Another Point of View“ ihn gleich als Regisseur und Darsteller zeigte. Am Drehbuch schrieb seine Frau mit. Dazu kommen Musikvideos, die meisten für den Rapper Curse und die Band Oomph!, 2009 auch eines für Marius Müller-Westernhagen.
Sein erster Kinofilm als Regisseur, „Berlin Falling“, hatte 2017 beim Shanghai International Film Festival Weltpremiere. Im selben Jahr war er für den Deutschen Fernsehpreis nominiert, für „Duell der Brüder“ über die Gründer von Adidas und Puma und für die Serie „Tempel“.
Im April 2021 machte Duken bei der Aktion #allesdichtmachen mit, bei der Schauspielerinnen und Schauspieler die Corona-Maßnahmen satirisch kommentierten. Als die Kritik an der Aktion laut wurde, zog er sein Video zurück.
Privatleben: Ehe mit Marisa Leonie Bach
Seit dem Jahr 2000 ist Duken mit der Schauspielerin Marisa Leonie Bach verheiratet, die beiden haben einen Sohn. Auch beruflich laufen ihre Wege oft zusammen. Nach „Störtebeker“ und dem gemeinsamen Kurzfilm spielten sie 2020 im ZDF-Märchen „Die Hexenprinzessin“ ein Königspaar, er den König Goderic und sie die Königin Lioba. In „Berlin Falling“ hat Marisa Leonie Bach ebenfalls eine Rolle.
Was macht Ken Duken heute?
Stand Oktober 2026 arbeitet Duken weiter für Kino und Serien. 2023 erschien die Actionkomödie „Drift: Partners in Crime“, 2024 die VR-Produktion „Human Within“, und 2025 war er in fünf Folgen der Serie „Euphorie“ zu sehen. Das spannendste Projekt steht noch aus. Laut der Branchendatenbank Crew United gehört er zur Besetzung von „Über Menschen“, der Kinoverfilmung des Romans von Juli Zeh, die Anno Saul mit Rosalie Thomass und Ronald Zehrfeld inszeniert. Einen Kinostart gibt es bislang nicht.
Häufige Fragen zu Ken Duken
Wie alt ist Ken Duken?
Ken Duken wurde am 17. April 1979 in Heidelberg geboren.
Mit wem ist Ken Duken verheiratet?
Er ist seit 2000 mit der Schauspielerin Marisa Leonie Bach verheiratet. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn.
Wer sind die Eltern von Ken Duken?
Seine Mutter ist die Schauspielerin Christina Loeb, sein Vater ist Arzt. Auch seine Schwester Annalena Duken und sein Onkel Michael Zittel arbeiten als Schauspieler.
In welchen Filmen hat Ken Duken mitgespielt?
Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören „Schlaraffenland“, „Gran Paradiso“, „Eine andere Liga“, „Störtebeker“, „Inglourious Basterds“, „Laconia“, „Carl & Bertha“, „Das Wunder von Kärnten“ und „Duell der Brüder“. Bei „Berlin Falling“ führte er selbst Regie.
Wie groß ist Ken Duken?
Ken Duken ist 1,85 Meter groß.