Antonio Wannek wurde als Kind direkt vom Schulhof weg für eine Fernsehserie engagiert, und mit 22 Jahren stand er als Shooting Star auf der Berlinale. Die meisten kennen ihn trotzdem aus einer leisen Nebenrolle, nämlich als Mesner Armin Knopp in „Pfarrer Braun“. Dazwischen und danach liegt eine Karriere, die erstaunlich oft in düsteren Serien gelandet ist.
| Name | Antonio Wannek |
|---|---|
| Geboren | 27. Juni 1979 in Berlin |
| Beruf | Schauspieler |
| Bekannt aus | Der Felsen (2002), Pfarrer Braun (2003 bis 2013), Störtebeker (2006), Schlafende Hunde (2023) |
| Auszeichnungen | Günter-Strack-Fernsehpreis 2001, Shooting Star der Berlinale 2002 |
| Größe | 1,72 m |
| Wohnort | Berlin |
Kindheit in Kreuzberg und Entdeckung auf dem Schulhof
Antonio Wannek kam am 27. Juni 1979 in West-Berlin zur Welt und wuchs in Kreuzberg auf. Er war elf, als man ihn auf dem Schulhof ansprach und 1990 für die Hauptrolle in der Jugendserie „Viel Rummel um den Skooter“ engagierte. Zwei Jahre später spielte er in Wolfgang Beckers preisgekröntem Fernsehfilm „Kinderspiele“.
Danach war erst einmal Schluss mit der Schauspielerei. 1997 stand dann der Regisseur Edward Berger bei einem Schulcasting vor ihm, entdeckte ihn ein zweites Mal und gab ihm die Hauptrolle in seinem Kinofilm „Gomez – Kopf oder Zahl“. Wannek nannte das später seinen Schicksalsfilm, weil ihm von da an klar war, dass er Schauspieler werden wollte. Eine schöne Pointe hat die Geschichte auch, denn Berger gewann 2023 mit „Im Westen nichts Neues“ den Oscar für den besten internationalen Film.
Durchbruch mit „Der Felsen“
2001 bekam Wannek für seine Rolle als Marco im Fernsehfilm „Herzrasen“ von Hanno Brühl den Günter-Strack-Fernsehpreis. Richtig bekannt wurde er aber mit Dominik Grafs Kinofilm „Der Felsen“. Auf der Berlinale 2002 zeichnete ihn die European Film Promotion als einen der Shooting Stars des europäischen Films aus, und im selben Jahr war er gleich für zwei Filme, „Der Felsen“ und „Wie Feuer und Flamme“, als bester Hauptdarsteller für den Deutschen Filmpreis nominiert.
Mit dem plötzlichen Rummel konnte er wenig anfangen. Er begegnete ihm mit Skepsis und sagte zunächst alle weiteren Angebote ab, bevor er mit Kinorollen in „Fremder Freund“ und „Sieben Tage Sonntag“ zurückkam.
Armin Knopp in „Pfarrer Braun“
Ausgerechnet eine Nebenfigur wurde seine bekannteste Rolle. Von 2003 bis 2013 spielte Wannek in 21 Filmen der ARD-Reihe „Pfarrer Braun“ den Mesner Armin Knopp, den Gehilfen des Hobbykriminalisten, den Ottfried Fischer verkörperte. Die Reihe lehnte sich lose an G. K. Chestertons Pater Brown an und übernahm sogar Martin Böttchers Musik aus den alten Heinz-Rühmann-Filmen. Gedreht wurde die letzte Folge, „Brauns Heimkehr“, im Jahr 2013, ausgestrahlt am 20. März 2014.
Nebenher drehte er Fernsehfilme. 2006 gehörte er zur Besetzung des ARD-Zweiteilers „Störtebeker“, mit Ken Duken in der Titelrolle, Frank Giering, Jochen Nickel und der jungen Paula Riemann. 2012 folgte der Mehrteiler „Der Turm“, dazu kamen Gastrollen in „Tatort“, „Polizeiruf 110“ und „Donna Leon“. Auf der Bühne sah man ihn 2004 in „Trainspotting“ am Münchner Metropol-Theater.
Neuere Serien: vom „letzten Bullen“ bis „Schlafende Hunde“
Wer seine Rollen der letzten Jahre nebeneinanderlegt, merkt schnell, dass Wannek oft dort besetzt wird, wo es rau zugeht. 2010 spielte er in „Der letzte Bulle“ den Horst Wollny, 2013 hatte er im ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ eine Nebenrolle als Koch. In der Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ war er 2018 Hans Kuscha, danach folgten „Die Toten von Marnow“ und „Subjekt 101“. In der Krimiserie „Schlafende Hunde“ spielte er 2023 Roland „Socke“ Sokowski. Außerdem führt filmportal.de ihn in der Besetzung von „Flieg steil“, einer Produktion aus den Jahren 2019 bis 2024.
Privatleben
Wannek ist Vater eines Sohnes und einer Tochter und lebt mit seiner Familie in Berlin. Mehr hat er über sein Privatleben nicht öffentlich gemacht. Beruflich ist er Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie.
Was macht Antonio Wannek heute?
Stand Oktober 2026 arbeitet Antonio Wannek weiter als Schauspieler und lebt in Berlin. Seine jüngsten Arbeiten sind „Schlafende Hunde“ und „Flieg steil“, neue Rollen nach 2024 sind bislang nicht öffentlich angekündigt.
Häufige Fragen zu Antonio Wannek
Wie alt ist Antonio Wannek?
Antonio Wannek wurde am 27. Juni 1979 in Berlin geboren.
Wer spielt Armin bei Pfarrer Braun?
Den Mesner Armin Knopp spielt Antonio Wannek. Er war von 2003 bis 2013 in 21 Filmen der Reihe dabei.
Ist Antonio Wannek verheiratet?
Ob er verheiratet ist, hat er nicht öffentlich gemacht. Bekannt ist, dass er Vater eines Sohnes und einer Tochter ist und mit seiner Familie in Berlin lebt.
Hat Antonio Wannek Kinder?
Ja, er hat einen Sohn und eine Tochter.
Wodurch wurde Antonio Wannek bekannt?
Der Durchbruch kam 2002 mit Dominik Grafs Kinofilm „Der Felsen“, für den er auf der Berlinale als Shooting Star ausgezeichnet wurde. Ein breites Fernsehpublikum kennt ihn als Mesner Armin Knopp aus „Pfarrer Braun“.