Ulrike Beimpold steht seit 1980 im Ensemble des Wiener Burgtheaters, und das ist nur ein Teil ihrer Arbeit. In Österreich kennt man sie genauso aus der ORF-Show „Was gibt es Neues?“, als Stimme von Schweinchen Babe und als Autorin. Ihren größten Filmerfolg hatte sie 2015 mit „Superwelt“, wofür sie den Österreichischen Filmpreis bekam.
| Name | Ulrike Beimpold |
|---|---|
| Geboren | 10. Mai 1964 in Wien |
| Beruf | Schauspielerin, Regisseurin, Synchronsprecherin, Buchautorin |
| Bekannt aus | Burgtheater Wien, Superwelt (2015), Love Machine (2019), Was gibt es Neues? |
| Größe | 1,70 m |
| Auszeichnungen | Diagonale-Schauspielpreis (2015), Österreichischer Filmpreis (2016) |
Anfänge: mit acht Jahren auf der Bühne
Ulrike Beimpold kam am 10. Mai 1964 in Wien zur Welt, als Tochter eines Kufsteiners. Ihre erste Theaterrolle spielte sie mit acht Jahren, in Ferdinand Raimunds Zaubermärchen „Der Diamant des Geisterkönigs“.
Später besuchte sie die Schauspielschule Krauss in Wien und nahm Gesangsunterricht bei Lilly Kolar und Christian Koch. Sehr lange musste sie auf die große Bühne nicht warten. Am 24. Februar 1980 debütierte sie im Wiener Akademietheater in Nestroys „Das Mädl aus der Vorstadt“, mit gerade 15 Jahren, und seitdem gehört sie zum Ensemble des Burgtheaters. Eine so lange Zugehörigkeit zu einem Haus ist heute selten.
Burgtheater, Volksoper und Regie
An der Burg spielte sie Stücke von Hofmannsthal, Grillparzer, Schnitzler und Horváth, außerdem Kleists „Penthesilea“, Jelineks „Raststätte“ und Canettis „Hochzeit“. Klassik und Gegenwart liegen bei ihr also dicht beieinander.
Seit 1998 tritt sie als ständiger Gast an der Wiener Volksoper auf, etwa in „Die Fledermaus“ und „Der Opernball“. Auch die Festspiele Reichenau kennen sie seit vielen Jahren, 2009 wirkte sie dort in Gorkis „Kinder der Sonne“ mit.
Mit der Operette kam auch die Regie. 2006 inszenierte sie beim Lehár Festival Bad Ischl zum ersten Mal, und zwar „Die lustige Witwe“. 2017 folgte an der Bühne Baden Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“.
Lesungen, Musik und ein Buch
Abseits der großen Häuser hat sie sich eine eigene Bühne geschaffen. 2003 und 2004 tourte sie mit „Katharina Schratt: Ein Leben“ durch Österreich und Deutschland, einer szenischen Lesung über die Burgschauspielerin und Vertraute von Kaiser Franz Joseph I. 2009 las sie im Wiener Konzerthaus Diderots „Rameaus Neffe“ und Voltaires „Candide“, begleitet von Cembalo und Klavier.
Auf den Tag genau 25 Jahre nach ihrem Debüt, am 24. Februar 2005, gab sie im Wiener Musikverein ihr erstes Konzert mit den Philharmonia Schrammeln Wien, mit denen sie seither immer wieder auftritt. 2009 stand sie dort auch mit dem Kammersänger Heinz Zednik im Programm „Die Henne im Korb“ auf dem Podium.
2008 erschien bei Ueberreuter ihr Buch „Eine Birne namens Beimpold: Anekdoten einer Burgpflanze“ mit Geschichten aus dem Theateralltag. Später kamen Hörbücher wie „Neulich im Kaffeehaus“ (2012) hinzu. Der Titel ihres Buchs sagt viel über den Humor, mit dem sie auf ihr eigenes Haus blickt.
Film und Fernsehen
Vor der Kamera stand sie schon in den 1980er-Jahren, etwa in „Kottan ermittelt“ und im Film „Der Bulle und das Mädchen“ von 1985. In den Jahren um 2000 folgten Xaver Schwarzenbergers „Stella di Mare: Hilfe, wir erben ein Schiff!“ und die Serien „Julia: Eine ungewöhnliche Frau“ und „Dolce Vita & Co“.
2004 drehte sie mit Joseph Vilsmaier „Bergkristall“, wo auch Max Tidof, Michael Schönborn und die junge Paula Riemann mitspielten. 2012 folgte Julian Pölslers Literaturverfilmung „Die Wand“.
Der größte Erfolg kam 2015. Karl Markovics besetzte sie in „Superwelt“ in der Hauptrolle, was ihr den Diagonale-Schauspielpreis und 2016 den Österreichischen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin einbrachte. Leichter ging es 2019 und 2022 in den Komödien „Love Machine“ und „Love Machine 2“ zu, daneben spielte sie im „Tatort: Schock“ (2017) und im „Landkrimi: Das dunkle Paradies“ (2019).
Auch Marie Kreutzers „Gruber geht“ (2015), die Reihe „Spuren des Bösen“ und der Krimi „Die Toten vom Bodensee: Der Wiederkehrer“ (2018) stehen in ihrer Filmografie. Zu sehen ist daran, dass österreichische Regisseurinnen und Regisseure sie für Komödie und Drama gleichermaßen besetzen. Für den Animationsfilm „Rotzbub“ sprach sie 2021 außerdem eine Rolle.
Bekannt aus Show und Synchron
Viele in Österreich verbinden sie vor allem mit der Unterhaltung. In der ORF-Comedyshow „Was gibt es Neues?“ ist sie laufend zu Gast, in der zweiten Staffel von „Dancing Stars“ trat sie als Kandidatin an. Ihre Stimme lieh sie in der österreichischen Fassung dem Schweinchen Babe, im ersten Film von 1995 und in der Fortsetzung von 1999.
Was macht Ulrike Beimpold heute?
Ihre jüngsten Filmrollen führt Wikipedia für 2023 und 2024 auf (Stand: Oktober 2026), die Komödie „Hals über Kopf“ und „Vienna Blood: Mephisto“. Ein neues Film- oder Fernsehprojekt ließ sich bis Oktober 2026 nicht belegen. Regionale Medien wie MeinBezirk berichten seit Jahren von ihren Lesungen und Weihnachtsprogrammen in ganz Österreich.
Häufige Fragen zu Ulrike Beimpold
Wie alt ist Ulrike Beimpold?
Sie wurde am 10. Mai 1964 in Wien geboren.
Seit wann ist sie am Burgtheater?
Sie debütierte am 24. Februar 1980 im Akademietheater und gehört seitdem zum Ensemble des Wiener Burgtheaters.
Für welchen Film wurde Ulrike Beimpold ausgezeichnet?
Für ihre Hauptrolle in Karl Markovics' „Superwelt“ erhielt sie 2015 den Diagonale-Schauspielpreis und 2016 den Österreichischen Filmpreis.
Hat sie ein Buch geschrieben?
Ja. 2008 erschien „Eine Birne namens Beimpold: Anekdoten einer Burgpflanze“ mit Anekdoten aus dem Theateralltag.