Samstag, 7. Juni 2026

News

Frischkäse-Rückruf bei Arla: Ringe von Castello, Milsani und Viking betroffen

Arla Foods Deutschland ruft drei dekorierte Frischkäseringe der Marken Castello, Milsani und Viking zurück. In der Mandelmischung, mit der die Ringe belegt sind, ist ein Insektenbefall nicht ausgeschlossen. Verkauft wurden sie unter anderem bei Aldi Süd, Norma, Edeka und Rewe. Der Hersteller stuft die Produkte als gesundheitlich unbedenklich ein, erstattet den Kaufpreis aber trotzdem.

Scheibe Weißbrot mit Frischkäse, bestreut mit Gewürzen und Leinsamen, auf einem Holzbrett neben Frühlingszwiebeln

Foto: Nazar Dyablo / Pexels

Die Arla Foods Deutschland GmbH ruft den Castello Ananas & Mandel Frischkäse Ring im Kilogrammformat sowie die 125-Gramm-Ringe Milsani Ananas-Papaya und Viking Ananas-Mandel zurück, alle drei mit dem Identitätskennzeichen DK M277 EU. Nach Angaben des Unternehmens sind möglicherweise Insekten in eine Mandelmischung geraten, die von einem Zulieferer stammt und als Dekoration auf dem Frischkäse liegt.

Arla hat den Rückruf am 19. Oktober 2026 in Düsseldorf veröffentlicht und die Rückholung aus dem Handel nach eigenen Angaben in Abstimmung mit den Behörden bereits veranlasst. Wer eines der Produkte gekauft hat, kann es zurückgeben und bekommt den Kaufpreis erstattet.

Welche Frischkäseringe vom Rückruf betroffen sind

Der Rückruf gilt nur für bestimmte Mindesthaltbarkeitsdaten:

  • Castello Ananas & Mandel Frischkäse Ring, 1 kg, MHD 16.12.2026
  • Milsani Ananas-Papaya Ring, 125 g, MHD 25.11.2026 und 30.11.2026
  • Viking Ananas-Mandel Ring, 125 g, MHD 30.11.2026

Chargen- oder Losnummern nennt Arla nicht. Für den Abgleich genügen Produktname, Gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum und das Kennzeichen DK M277 EU. Andere Produkte der drei Marken sind laut Hersteller ebenso wenig betroffen wie Frischkäseringe mit anderer Dekoration oder Geschmacksrichtung.

Der Ananas-Papaya-Ring von Milsani gehört ebenfalls dazu

Beim Milsani-Ring taucht die Mandel nicht im Produktnamen auf. Er heißt Ananas-Papaya, auf der Abbildung in Arlas Kundeninformation ist der Rand trotzdem mit Mandelstücken belegt. Wer bei Aldi Süd einen solchen Ring gekauft hat, sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum deshalb genauso prüfen wie bei den beiden anderen Produkten.

Wo die drei Produkte verkauft wurden

Den Milsani-Ring hat Arla über die Aldi Süd Dienstleistungs-SE & Co. oHG vertrieben, den Viking-Ring über die Norma Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG. Aldi Nord steht nicht auf der Liste.

Der Castello-Ring im Kilogrammformat ging an deutlich mehr Abnehmer. Neben Edeka und der Rewe Group führt Arla vor allem Großhändler und Frischdienste auf, nämlich CF Gasto CHEFS, CULINAR Nord, L. Stroetmann und EHG (beide Edeka), die EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG, die EFS Betriebsstätte Wernigerode, Frischdienst Hirschburger, Georg Jos. Kaes, Kaasimport Jan Dupont, Leberecht Goeritz, Milchunion Frischdienst, Pfalzgut Frischdienst, Schwälbchen Frischdienst und Transgourmet. Mit SPAR AT steht auch ein Händler aus Österreich in der Aufstellung.

Das behördliche Portal lebensmittelwarnung.de, auf dem die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Rückrufe veröffentlichen, führt die Meldung seit dem 20. Oktober. Als betroffen nennt es nach derzeitigem Stand alle 16 Bundesländer. Wie viele Packungen im Umlauf sind, hat Arla nicht mitgeteilt.

Wie die Rückgabe abläuft

Arla bittet Kundinnen und Kunden, die Produkte vorsorglich zu entsorgen oder in die Verkaufsstelle zurückzubringen, in der sie gekauft wurden. Dort gibt es den Kaufpreis zurück. Ob dafür ein Kassenbon nötig ist, lässt die Mitteilung offen. Fragen beantwortet der Kundenservice per E-Mail an info.de@arlafoods.com, eine Telefonnummer nennt das Unternehmen nicht.

Wie Arla das gesundheitliche Risiko einstuft

Arla hält die Produkte für gesundheitlich unbedenklich und spricht von einer Vorsichtsmaßnahme, mit der das Unternehmen seinen eigenen Qualitätsstandards folge. Um welche Insekten es geht und ob in ausgelieferter Ware tatsächlich welche gefunden wurden, teilt der Hersteller nicht mit. Die Formulierung „möglicher Insektenbefall“ lässt beides offen. Auf lebensmittelwarnung.de ist der Rückruf nicht unter Krankheitserregern oder Fremdkörpern eingeordnet, sondern unter „Sonstige Gründe“.

Das Identitätskennzeichen DK M277 EU verweist auf einen in Dänemark zugelassenen Betrieb. Den Namen des Zulieferers der Mandelmischung nennt Arla nicht.

Quellen

Mehr aus den News

Weitere aktuelle Meldungen