Samstag, 7. Juni 2026

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Salmonellen-Rückruf für EDEKA Bio Wildheidelbeeren: Vier Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen

Die Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG nimmt tiefgefrorene Bio Wildheidelbeeren aus dem Verkauf, die bundesweit bei EDEKA und Marktkauf lagen. In einzelnen 300-Gramm-Packungen lassen sich Salmonellen nicht ausschließen. Die Mindesthaltbarkeitsdaten der betroffenen Ware reichen bis Juni 2028, der Rückruf erfasst damit auch längst gekaufte Packungen. Eine Rückgabe ist ohne Kassenbon möglich.

Offene Gefriertruhe mit vereistem Rand, in den Drahtkörben liegen verpackte Tiefkühlware

Foto: Cuvii / Unsplash

Jütro ruft die tiefgefrorenen EDEKA Bio Wildheidelbeeren mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 13.06.2028, 14.06.2028, 23.06.2028 und 24.06.2028 zurück. Der Hersteller teilte am 27. August 2026 mit, dass sich Salmonellen in einzelnen Packungen nicht ausschließen lassen. Vom Verzehr rät das Unternehmen dringend ab. Verkauft wurde die 300-Gramm-Packung bundesweit bei EDEKA und Marktkauf.

Wie viele Packungen im Umlauf sind, hat der Hersteller nicht mitgeteilt. Ob bereits Erkrankungen gemeldet wurden, geht aus der Rückrufmeldung ebenfalls nicht hervor. Auf lebensmittelwarnung.de, dem gemeinsamen Portal von Bund und Ländern, war die Warnung am Abend des 27. August noch nicht eingestellt.

Diese vier Mindesthaltbarkeitsdaten stehen auf der Rückrufliste

Für den Abgleich zählt allein das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung. Erfasst sind ausschließlich diese vier Daten:

  • 13.06.2028
  • 14.06.2028
  • 23.06.2028
  • 24.06.2028

Packungen desselben Produkts mit einem anderen Datum gehören nicht zum Rückruf. Die Haltbarkeit der betroffenen Ware reicht bis Juni 2028, erfasst ist damit auch Ware, die vor Monaten gekauft wurde. Wildheidelbeeren werden im Handel auch als Blaubeeren geführt, gemeint ist dieselbe Frucht.

Warum Einfrieren die Salmonellen nicht beseitigt

Salmonellen vermehren sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts zwischen 10 und 47 Grad Celsius. Durch Einfrieren werden sie nicht abgetötet. Was einmal in der Packung ist, bleibt also bis zum Ablauf der Haltbarkeit darin, hier bis Juni 2028.

Sicher abgetötet werden die Erreger erst durch Hitze. Das RKI nennt dafür Temperaturen über 70 Grad Celsius bei mindestens zehn Minuten Garzeit. Bei Beeren, die roh im Müsli oder im Smoothie landen, greift dieser Schutz nicht. Vom Verzehr der betroffenen Packungen rät der Hersteller unabhängig von der Zubereitung ab.

Wie viele Keime für eine Erkrankung nötig sind, hängt vom Lebensmittel und vom Menschen ab. Das RKI gibt die Infektionsdosis für Erwachsene mit 10.000 bis einer Million Keimen an. Bei fettreichen Lebensmitteln und bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können weniger als 100 Keime genügen.

Symptome und Verlauf einer Salmonellose

Die ersten Beschwerden setzen dem RKI zufolge 6 bis 72 Stunden nach der Aufnahme der Erreger ein, in der Regel nach 12 bis 36 Stunden. Die Erkrankung beginnt typischerweise mit Durchfall, der plötzlich einsetzt, dazu kommen Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein und manchmal Erbrechen. Häufig tritt leichtes Fieber auf, und die Beschwerden halten oft mehrere Tage an.

Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit Immundefekten. Wer nach dem Verzehr solche Symptome bemerkt, sollte nach Empfehlung des Herstellers einen Arzt aufsuchen und dabei den möglichen Zusammenhang mit dem Produkt nennen.

Auch nach dem Abklingen der Beschwerden scheiden Erkrankte die Erreger weiter aus. Das RKI nennt dafür bei Erwachsenen im Durchschnitt einen Monat, bei Kindern unter fünf Jahren sieben Wochen und länger. In dieser Zeit ist eine Übertragung auf andere möglich.

So läuft die Rückgabe bei EDEKA und Marktkauf

Betroffene Packungen nehmen die Märkte zurück und erstatten den Kaufpreis. Ein Kassenbon ist dafür nicht nötig. Fragen zum Rückruf beantwortet Jütro unter der Adresse Kundenservice@juetro-tkk.de.

Der Rückruf gilt ausschließlich für die 300-Gramm-Packung der EDEKA Bio Wildheidelbeeren. Zu weiteren Artikeln des Herstellers nennt die Meldung keine Warnungen.

Der dritte Beeren-Rückruf desselben Herstellers seit Ende Juli

Ende Juli hatte Jütro bereits tiefgefrorene Bio-Beerenmischungen zurückgerufen, die bei Aldi Nord, Aldi Süd, Netto Marken-Discount und Lidl im Regal lagen. Auslöser waren dort Noroviren.

Damit ist es der dritte Rückruf tiefgefrorener Beeren dieses Herstellers seit Ende Juli. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen ist nicht bekannt, die nachgewiesenen Erreger unterscheiden sich. Das RKI führt kontaminierte pflanzliche Lebensmittel neben unzureichend erhitzten Eiern und rohem Fleisch als Infektionsquelle für Salmonellen.

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