Samstag, 7. Juni 2026

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Hühnerbrühe-Rückruf: Glassplitter in einer Charge von Grizzly Foods

Die Grizzly Foods GmbH nimmt eine Charge ihrer Bio-Hühnerknochenbrühe im 240-Milliliter-Glas aus dem Verkehr, weil in einem Glas Glasscherben gefunden wurden. Betroffen ist die Charge BG2617302 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.06.2028, verkauft in 14 Bundesländern. Die Rückgabe im Markt ist ohne Kassenbon möglich, erstattet wird der volle Kaufpreis.

Zwei Hände halten einen langen Kassenbon vor einem hellen Hintergrund

Foto: Kaboompics.com / Pexels

Die Grizzly Foods GmbH ruft die Bio-Hühnerknochenbrühe im 240-Milliliter-Glas mit der Chargennummer BG2617302 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.06.2028 zurück. In einem Glas dieser Charge wurden Glasscherben festgestellt.

Veröffentlicht wurde die Meldung am 26. August 2026 auf lebensmittelwarnung.de, dem Portal, auf dem die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit amtliche Warnungen bündeln. Erstellt hat den Eintrag Baden-Württemberg. Die Brühe war nach dem derzeitigen Stand in 14 Bundesländern im Handel. Wer ein betroffenes Glas zu Hause hat, kann es ohne Kassenbon in den Markt zurückbringen und bekommt den Kaufpreis vollständig erstattet.

So lässt sich prüfen, ob das eigene Glas betroffen ist

Drei Angaben entscheiden, und alle drei stehen auf dem Glas: die Füllmenge von 240 Millilitern, die Chargennummer BG2617302 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 01.06.2028. Der Rückruf gilt nur für diese eine Charge. Andere Chargen der Bio-Hühnerknochenbrühe und die übrigen Brühen des Herstellers nennt die Meldung nicht.

Wie viele Gläser aus der Charge in den Handel gelangt sind, steht weder in der amtlichen Meldung noch in der Information des Unternehmens. Auch dazu, wie die Scherben in das Glas gekommen sind, gibt es bislang keine Angaben.

Welches Risiko die Meldung nennt

Als Grund ist "Fremdkörper" eingetragen. Aufgefallen sind die Scherben in einem einzelnen Glas, und weil sich weitere Gläser derselben Charge nicht ausschließen lassen, betrifft der Rückruf die gesamte Charge. Als mögliche Folgen führt die Meldung Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie innere Verletzungen auf.

Für Fremdkörper in Lebensmitteln gilt der Hinweis, sich bei Verletzungen in ärztliche Behandlung zu begeben. Gerät ein Splitter in Luft- oder Speiseröhre, verweist das Portal auf die Erste-Hilfe-Hinweise des Deutschen Roten Kreuzes und im Bedarfsfall auf den Notruf. Von einem konkreten Schadensfall ist in der Meldung nicht die Rede.

Rückrufe wegen Glassplittern gab es in diesem Jahr mehrfach, zuletzt Mitte August bei sechs Chargen von Chili-Geschenksets eines anderen Anbieters.

In 14 von 16 Bundesländern verkauft

Als betroffen führt die Meldung Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen auf. Nicht genannt sind Bremen und Sachsen-Anhalt. Der Zusatz "nach derzeitigem Stand" bedeutet, dass sich die Liste erweitern kann.

Über welche Händler die betroffene Charge lief, sagt die Meldung nicht. Auf seiner eigenen Website gibt der Hersteller an, seine Brühen deutschlandweit bei Alnatura sowie in vielen Edeka-, Rewe- und Globus-Märkten anzubieten, dazu über den eigenen Onlineshop. Ob alle diese Wege die zurückgerufene Charge geführt haben, ist damit nicht gesagt.

So läuft die Rückgabe ab

Die Meldung rät dringend vom Verzehr ab. Das Glas geht in den Markt zurück, in dem es gekauft wurde, und zwar auch ohne Kassenbon. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet. Für Rückfragen nennt das Unternehmen die Adresse hallo@grizzlyfoods.de, außerdem hängt die Pressemitteilung des Herstellers als PDF an der Meldung.

Als Weg steht dort allein die Rückgabe im Markt. Für Bestellungen über den Onlineshop des Herstellers beschreibt die Meldung keinen eigenen Ablauf, hier bleibt zunächst die genannte E-Mail-Adresse.

Welche Lebensmittel derzeit sonst zurückgerufen werden

Der Rückruf der Hühnerknochenbrühe ist der jüngste Eintrag auf lebensmittelwarnung.de. Davor stand dort am 25. August das Slush-Eis Frosty Pocket in der 150-Milliliter-Packung wegen einer gesundheitsschädlichen Substanz, am 24. August eine Chorizo des spanischen Herstellers Hijo de José Martínez Somalo und am 20. August ein High-Protein-Pudding der Marke Milbona wegen Krankheitserregern.

Weiter zurück liegen ein Rückruf tiefgefrorener Erdbeeren vom 14. August und ein Bio-Matcha-Pulver vom 11. August. Insgesamt führt das Portal derzeit 276 Meldungen. Zu jeder davon stehen dort der Grund, die betroffene Charge und die Bundesländer, in denen das Produkt verkauft wurde.

Quellen

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