Samstag, 7. Juni 2026

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Smyths Toys ruft Cornhole-Wurfspiel zurück: Asbestspuren im Füllsand möglich

Der Spielwarenhändler Smyths Toys nimmt ein hölzernes Cornhole-Spiel zurück, nachdem Tests Spuren von Asbest im Füllmaterial der Wurfsäcke ergeben haben. Das Unternehmen stuft das Risiko selbst als gering ein und spricht von einem vorsorglichen Schritt. Den vollen Kaufpreis gibt es in den Filialen zurück. Schon im Februar und März hatte Smyths Spielzeug wegen möglicher Asbestspuren aus dem Verkauf genommen.

Ein lila Wurfsack fliegt scharf gestellt durch die Luft, im unscharfen Hintergrund zwei junge Männer beim Wurfspiel unter Bäumen

Foto: Caleb Oquendo / Pexels

Smyths Toys ruft das Cornhole Wurf-Set mit der Artikelnummer 233254 zurück, ein Wurfspiel aus einem Brett aus Pappelholz und sechs Wurfsäcken. Nach Angaben des Händlers haben Tests ergeben, dass das sandähnliche Material in den Säcken Spuren von Asbest enthalten kann.

Die Kundeninformation trägt das Datum 7. September 2026. Smyths bezeichnet das Risiko darin als insgesamt gering und nennt den Rückruf eine Vorsichtsmaßnahme. Käufer sollen das Set trotzdem sofort weglegen und außer Reichweite von Kindern aufbewahren. In den Filialen nimmt Smyths es gegen den vollen Kaufpreis zurück.

Woran sich das zurückgerufene Set erkennen lässt

Betroffen ist ein einziger Artikel, das Cornhole Wurf-Set mit dem Zusatz „Spiel mit Wurfsäcken“. Für den Abgleich taugen drei Merkmale:

  • die Smyths-Artikelnummer 233254
  • der Barcode 5390946117845, den die irische Verbraucherschutzbehörde CCPC nennt
  • sechs Wurfsäcke in Rot sowie mit blau-weißen Streifen, dazu ein Brett aus Pappelholz

Verkauft hat das Set laut Kundeninformation Smyths Toys selbst. Seit wann es im Sortiment war und wie viele Exemplare über die Kasse gingen, geht aus den Mitteilungen nicht hervor. Offen bleibt auch, ob es im Onlineshop erhältlich war.

Wie das Risiko durch den Füllsand eingeschätzt wird

Gefährlich wird Asbest, wenn Fasern freigesetzt und eingeatmet werden. Deshalb unterscheiden die Hinweise zum Umgang mit dem Set danach, ob die Säcke noch geschlossen sind oder der Sand schon austritt.

Welche Menge Asbest gefunden wurde und wer die Tests durchgeführt hat, teilt Smyths nicht mit. Die irische Gesundheitsbehörde HSE hält das Risiko für die menschliche Gesundheit bei diesen Sandprodukten nach derzeitigem Stand für gering, so steht es im Hinweis der CCPC vom 10. September. Asbest ist in der gesamten EU verboten, auch darauf verweist die Behörde.

Was bei beschädigten Wurfsäcken zu beachten ist

Ist ein Sack aufgerissen, soll der ausgetretene Inhalt nicht trocken zusammengefegt werden. Nach Angaben von produktwarnung.eu und nordbayern.de rät Smyths Toys, ihn anzufeuchten und in einen verschließbaren Beutel zu geben, damit keine Fasern aufgewirbelt werden. Den Beutel können Betroffene über einen Recyclinghof entsorgen oder in einer Filiale abgeben.

Ausführlicher sind die Hinweise der CCPC für Irland. Die Behörde empfiehlt, betroffene Flächen mit feuchten Tüchern zu reinigen, dabei Handschuhe und eine FFP2-Maske zu tragen und keinen Staubsauger zu benutzen. Sand, Handschuhe, Maske und Tücher sollen anschließend doppelt eingetütet und fest verschlossen werden, mit deutlicher Beschriftung. Unbeschädigte Sets gehören nach ihrer Empfehlung in eine stabile Plastiktüte, sicher außer Reichweite von Kindern. Vor der Entsorgung sollen sich Kunden wegen der Erstattung an Smyths wenden.

So läuft die Rückgabe in den Smyths-Filialen

Zurückgeben lässt sich das Set in den Smyths Toys Superstores, die nächstgelegene Filiale nennt die Filialsuche auf smythstoys.com. Erstattet wird der vollständige Kaufpreis. Ob dafür ein Kassenbon nötig ist, lässt die Kundeninformation offen. Beim Rückruf der Dig-Spielsets im März hatte Smyths nach Angaben von produktwarnung.eu darauf verzichtet.

Eine Frist für die Rückgabe nennt Smyths nicht. Den Rückrufaushang sieht die Kundeninformation in den Filialen bis zum 6. November 2026 vor. Fragen zum Rückruf beantwortet der Kundenservice unter ics@smythstoys.com.

Asbest war bei Smyths schon im Februar und März ein Rückrufgrund

Im Februar rief Smyths vier Spielfiguren der Serien Stretcherz und Stretch des Herstellers HTI zurück, weil ihre Füllung Asbest enthalten konnte. Im März folgten fünf Ausgrabungs-Spielsets der Dig-Serie, darunter das Dino Dig Sensory Bin und das Gold Dig It Kit, bei denen der Verdacht ebenfalls den enthaltenen Sand betraf. In der Datenbank „Gefährliche Produkte in Deutschland“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sind beide Rückrufe verzeichnet.

Das Cornhole-Set stand auf keiner dieser Listen, ein Abgleich aus dem Frühjahr deckt den aktuellen Rückruf also nicht ab. In der BAuA-Datenbank fehlt der neue Fall mit Stand vom 12. September noch. Laufende Rückrufe führt Smyths auf einer eigenen Seite unter smythstoys.com/de/de-de/rueckrufe.

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