Die Fleischerei Eric Handke aus Seelze bei Hannover ruft ihre Bio-Rinderbratwurst in der 330-Gramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.09.2026 zurück. Der Betrieb hatte zuvor Metallsplitter in der Wurst festgestellt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat den Fall am 28. August 2026 auf dem amtlichen Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht und dort als Fremdkörper eingeordnet.
Betroffen ist eine einzelne Charge aus der Produktion eines Handwerksbetriebs, nicht eine bundesweit vertriebene Handelsmarke. Der Rückruf bleibt deshalb regional begrenzt, und er stützt sich auf zwei Angaben auf der Verpackung.
Die Losnummer 1484 kennzeichnet die betroffene Charge
Zurückgerufen wird die Bio-Rinderbratwurst in der vakuumverpackten 330-Gramm-Packung mit vier Würstchen. Maßgeblich sind zwei Angaben: die Losnummer 1484 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 24.09.2026. Die Rückrufmeldung nennt ausschließlich diese Kombination.
Hergestellt wurde die Charge nach Angaben des Herstellers am 16. Juni 2026, im Verkauf war sie ab dem 18. Juni. Wer eine Packung noch im Kühlschrank oder im Gefrierfach hat, findet beide Angaben auf dem Etikett der Vakuumverpackung.
Verkauft wurde die Wurst nur im Großraum Hannover
Das Verkaufsgebiet umfasst den Großraum Hannover sowie Langenhagen und Seelze. Wer die Bratwurst außerhalb dieser Region gekauft hat, ist von dem Rückruf nicht betroffen. Ein Versand über den Onlinehandel ist in der Meldung nicht genannt.
Die Fleischerei Eric Handke tritt als Lebensmittelmanufaktur auf und beliefert Verkaufsstellen in ihrer Umgebung. Damit unterscheidet sich der Fall von den Rückrufen großer Handelsketten, bei denen die amtliche Meldung eine Liste der betroffenen Bundesländer enthält.
Eine Kundenbeschwerde brachte die Splitter ans Licht
Aufgefallen sind die Metallsplitter nicht bei einer internen Kontrolle, sondern nach einer Beschwerde aus dem Kundenkreis. Erst danach hat der Betrieb den Rückruf ausgelöst.
Wie die Splitter in die Wurst gelangt sind, geht aus der Meldung nicht hervor. Angaben zur Zahl der betroffenen Packungen fehlen ebenfalls, und ob sich bereits jemand verletzt hat, ist bislang nicht bekannt.
Metallsplitter können Mund und Rachen verletzen
Der Hersteller warnt davor, die Wurst zu essen. Ein Verzehr kann zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Blutungen führen.
Anders als bei einer Belastung mit Keimen lässt sich das Problem nicht durch Erhitzen lösen. Braten oder Grillen verändert an einem Metallsplitter nichts. Auch das Zerkleinern der Wurst hilft nicht weiter, weil sich kleine Splitter dabei nicht zuverlässig finden lassen.
Die Verkaufsstellen erstatten den Kaufpreis
Betroffene Packungen nehmen die Verkaufsstellen zurück und erstatten den Kaufpreis. Eine ausführliche Kundeninformation stellt der Betrieb als PDF bereit, dort stehen auch die Kontaktdaten für Rückfragen.
Sinnvoll ist, die Packung zur Rückgabe mitzunehmen statt sie zu entsorgen. Losnummer und Mindesthaltbarkeitsdatum stehen auf dem Etikett, und ohne die Verpackung lässt sich im Laden nicht mehr belegen, dass es sich um die zurückgerufene Charge handelt.
Wo sich der aktuelle Stand nachlesen lässt
Rückrufe von Lebensmitteln laufen in Deutschland über lebensmittelwarnung.de. Dort veröffentlichen die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die amtlichen Meldungen, jeweils mit Produkt, Grund und den betroffenen Bundesländern. Der Fall der Fleischerei Eric Handke steht dort seit dem 28. August 2026.
Erweitert ein Hersteller einen Rückruf nachträglich um weitere Chargen, erscheint das ebenfalls auf dem Portal. Ein zweiter Blick lohnt sich deshalb auch dann, wenn die eigene Losnummer in der ersten Meldung nicht stand. Zuletzt hatte ein Hersteller Glassplitter in einer Charge Hühnerknochenbrühe gemeldet, ebenfalls ein Fremdkörperfall.


